Glänzendes Jubiläum mit Bereichsausscheid gefeiert

110 Jahre Feuerwehr: Cheine setzt Akzente

+
Solch einen Umzug hat es in Cheine lange nicht gegeben. Das sonnige 110-jährige Feuerwehr-Jubiläum mit dem Salzwedeler Bereichsausscheid als Höhepunkt wird im Ort noch lange nachhallen.

Cheine. Dieser runde Geburtstag in Cheine setzte Akzente: Das glänzende, sonnige 110-jährige Feuerwehr-Jubiläum mit dem Salzwedeler Bereichsausscheid als Höhepunkt wird noch lange nachhallen.

Die Gastgeber von der Freiwilligen Feuerwehr Cheine holten den dritten Platz beim Wettkampf im Löschangriff nass mit Zeiten von 27 und 25,90 Sekunden. Den ersten Platz belegte das Team aus Henningen mit Spitzenzeiten von 24,50 und 24,60 Sekunden vor Benkendorf (27 und 24,60 Sekunden).

Die Mannschaft aus Langenapel landete auf dem 4. Rang.

Die Mannschaft aus Langenapel holte den vierten Platz vor Barnebeck, Salzwedel, Gerstedt, Chüttlitz, Pretzier II und Rockenthin. 17 Teams gingen an den Start. Bei der Jugend waren es fünf Mannschaften. Hier siegte Mahlsdorf (26,22 und 27,82 Sekunden) vor Langenapel, Pretzier I, Salzwedel und Pretzier II. Bei den Frauen ging nur Cheine an den Start und erreichte Spitzenzeiten von 31,20 und 29,70 Sekunden. Bei den Floriangruppen landeten die Kinder aus Pretzier vor den Knirpsen aus Mahlsdorf.

Der Festakt im Festzelt am Vortag war mit Gästen wie Landrat Michael Ziche, Salzwedels Bürgermeisterin Sabine Blümel, Landesbrandmeister Michael Geffers, Karin Wunderlich vom Salzwedeler Feuerwehrverband und Stadtwehrleiter Holger Schmidt hochkarätig besetzt. Cheines Wehrleiter Fred Raddatz, sein Stellvertreter Mario Mahlke und deren 50-köpfiges Team samt Frauengruppe und Jugendwehr erwiesen sich als hervorragende Gastgeber eines unvergesslichen Events. 15 aktive Frauen und 24 aktive Männer hat die Truppe, die im Jahre 1906 gegründet wurde. Hier blieb Herbert Amft am Ende der von vorgetragenen Feuerwehrchronik fast die Spucke weg – so viel ereignete sich in den vergangenen 110 Jahren in und um die Cheiner Wehr. Ute Otte hatte die Chronik liebevoll erstellt und Amft gelang es, auch die zahlreichen humorvollen Aspekte der Historie angemessen zu betonen. Kurz nach Gründung der Wehr begann man, das Spritzenhaus zu bauen. Es wurde im Jahre 1907 fertiggestellt. Beim Bau wurde laut Kassenbuch eine halbe Tonne Bier für zwölf Reichsmark vertrunken.

Den Vorspanndienst übernahmen Besitzer von Pferdegespannen. Bei einem Brand gab man ein „schwarzes Brett“ von Haus zu Haus weiter. So wusste jeder der Pferdegespannbesitzer, wann er mit dem Anspannen dran war. Wenn es mal finanzielle Nöte gab, verkaufte man alte Schläuche, die als Zugriemen für Pferde und Kühe verwendet wurden.

Astrid Amft und Dietmar Gäde erhielten während des Festaktes die Ehrennadel des Feuerwehrverbandes.

„Sie tragen den Geist ihrer Gründer in die Zukunft“, betonte Sabine Blümel. Landrat Ziche hob hervor, dass es in Cheine nach 110 Jahren mit zwei Weltkriegen, Weimarer Republik und Nazi- sowie DDR-Zeit nur eine Konstante gegeben habe: Die Cheiner Feuerwehr! Mit der Spange des Innenministers ausgezeichnet wurden schließlich Mario Mahlke und Jan Raddatz. Astrid Amft und Dietmar Gäde erhielten die Ehrennadel des Verbandes. Nachdem die Cheiner und ihre Gäste am Sonnabend nach dem Wettkampf mit dem Umzug durchs Dorf, der Siegerehrung, Hubschrauberrundflügen und dem Zelttanz mit der Partyband „Flashdance“ noch einmal Akzente setzten, klang das dreitägige Event am Sonntag mit dem Frühschoppen gemütlich aus. Für den musikalischen Rahmen beim 110. Cheiner Feuerwehr-Jubiläum sorgten die Kapellen aus Ellenberg und Beetzendorf.

Von Kai Zuber

Kommentare