Zirkusfest symbolisiert die Vielfältigkeit des Lebens

20 Jahre Familienhof Salzwedel: Hilfe, Infos und Spaß in einem Haus

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Die Schokokussmaschine versüßte das Zirkusfest am Sonnabend im wahrsten Sinne des Wortes.

Salzwedel. Michael Düster vom ehrenamtlichen Leitungsteams und die leitende Sozialpädagogin Inge Schnöckel verglichen den Familienhof am Sonnabend mit dem Balancieren auf einem Seil.

Mit Mut, geschicktem Handeln und Hilfe gelang es, den Familienhof 20 Jahre als eine feste Größe in Salzwedel zu verankern. Rund 25 000 Besucher – das entspricht in etwa der Einwohnerzahl der gesamten Einheitsgemeinde – kommen alljährlich an die Schmiedestraße. Zwischen 25 und 30 Gruppen greifen aktuelle Themen auf, bieten Hilfe bei Alltagsproblemen und sorgen vor allem für Gemeinschaftsgefühl. Dafür, dass die Einrichtung ein glänzender Stern im Familienleben der Hansestadt ist, traben neben den fünf Teilzeitmitarbeitern auch Honorarkräfte sowie knapp 100 Ehrenamtliche Verantwortung. Inge Schnöckel und Matthias Düster waren sich bei der Geburtstagsfeier am Sonnabend einig: Gemeinsam konnten sonnige, aber auch stürmische Zeiten mit Existenzsorgen nicht nur überstanden, sondern gestaltet werden. Mit im Boot sitzen die evangelische Kirche als Träger sowie Kommune, Kreis und Land, die die Finanzierung sicher stellen.

Zum 20. Geburtstag des Familienhofes wurden 20 Tauben in den Himmel entlassen. Eine wollte aber nicht sofort fliegen und machte es sich auf dem Rücken von Züchter Dieter Schulz gemütlich.

„Wir sind an ihrer Seite“, ließ Jugendamtsleiterin Jutta Peissig keinen Zweifel am Sinn des Familienhofes aufkommen. Dieser unterstütze die Arbeit des Amtes. „Ich möchte einfach nur Danke sagen“, fasste Salzwedel Bürgermeisterin Sabine Blümel wohl das zusammen, was alle Besucher dachten. Sie hob genauso wie nachfolgende Redner die Vielfalt der Arbeit hervor. Kinder, werdende Mütter, Paare mit Beziehungsproblemen sowie Ältere, die das Gemeinschaftsgefühl lieben, sind in dem offenen Haus willkommen. Ein neu gestalteter Raum bietet nun noch mehr Möglichkeiten für kleinere Gruppen. Der Landtagsabgeordnete Jürgen Barth (SPD) machte Mut: „Der Familienhof ist unabkömmlich. Keine Sorge, ihn wird es auch noch in den nächsten Jahren geben.“

Nach dem offiziellen Teil begann ein lustiges Zirkusfest. Dieses zeigte die Vielfalt des Leben, die auch den Alltag im Familienhof bestimmt.

Von Christian Ziems

25 Jahre Familienhof Salzwedel

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