Unterstützung für Tierärzte: Jäger sollen Proben liefern

Kreis will Schweinepest und Tollwut verhindern 

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Waschbären können Tollwut übertragen. Deutschland ist seit mehreren Jahren von der Krankheit nicht betroffen. Damit dies so bleibt, sollten regelmäßig Proben abgegeben werden.

Altmark. Amtstierärztin Elke Filter erinnert alle Jägerinnen und Jäger zu Beginn der Saison an das Einsenden von Proben. Hauptsorge dabei ist die Freihaltung der Schwarzwildbestände von der europäischen und afrikanischen Schweinepest.

Beobachtungen können helfen, um Probleme schnell zu entdecken. Schweißproben sollten nach dem Aufbrechen möglichst sauber aus der Brandvene genommen werden. Die nötigen Behälter sowie Begleitscheine stellt der Kreis kostenfrei bereit. Diese können unter Tel. (03 901) 84 04 49 oder 84 02 17 geordert werden. Im Veterinäramt sowie bei der Unteren Jagdbehörde gibt es weitere Informationen.

Außerdem soll die Region weiterhin tollwutfrei bleiben. Dies gelingt seit mehreren Jahren. Um zu überprüfen, ob es auch derzeit so ist, sind Untersuchungen von erlegten oder tot aufgefundenen Füchsen, Marderhunden sowie Waschbären nötig. Dabei gilt: Vier Füchse pro 100 Quadratkilometer. Das Veterinäramt weist darauf hin, dass bei Raubwild bestimmte Handgriffe zu beachten sind. Der Kern mit unbeschädigtem Kopf muss frisch, gekühlt oder gefroren in unbeschädigtem, stabilen, möglichst doppelwandigen sowie gut verschlossenen Kunststoffsäcken abgegeben werden. Im Kreis gibt es dafür mehrere Anlaufstellen.

Von Christian Ziems

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