„Wir mussten Abstand nehmen“

Investor spricht über Photovoltaik-Ende in Klein Gartz

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Während einer Bauausschusssitzung demonstrierten Klein Gartzer vor dem Rathaus in Salzwedel gegen die geplante Photovoltaikanlage. Auch die Politik hatte Bedenken gegen das Vorhaben.

Klein Gartz / Leipzig. Der Salzwedeler Ortsteil Klein Gartz wird ohne Photovoltaik-anlage bleiben. Pascal Sacher, zuständiger Projektleiter des Leipziger Investors Green Energy 3000, hat das Vorhaben einstellen lassen.

Philipp Riesmeyer (l.) und Pascal Sacher vom Investor Green Energy 3000 machten vergeblich Werbung für die Anlage.

„Nach diversen Terminen mit den entsprechenden Behörden und Ausschüssen der Hansestadt Salzwedel mussten wir bedauerlicherweise von der weiteren Projektplanung Abstand nehmen“, teilte er gestern der AZ mit. Das Vorhaben sah vor, entlang der Bahnlinie südlich des Dorfes eine etwa 25 Hektar große Anlage zu errichten. Doch der Sache blies zeitig ein eisiger Wind entgegen. So machten etwa 55 Einwohner um Thomas Seifert mobil gegen die Pläne, die der Ortschaftsrat zuvor beschlossen hatte.

Pascal Sacher lässt diese Ereignisse – wie auch die hitzige Versammlung am 21. Mai 2015 im Klein Gartzer Dorfgemeinschaftshaus – in seiner Begründung für das Ende des Projekts unerwähnt. Er geht stattdessen auf die Rollen von Stadtverwaltung und Politik ein. Entscheidend sei nämlich gewesen, dass die ins Auge gefassten Flächen an der Bahnlinie für die Landwirtschaft erhalten bleiben sollten. Sie seien laut Sacher auch nicht als sogenannte Potenzialflächen ausgewiesen gewesen. „Eine erforderliche städtebauliche Begründung, die Potenzialfläche dennoch zu beplanen, war seitens der Hansestadt leider nicht erkennbar“, so Sacher.

Von Jens Heymann

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