Zukunftspläne: Letzter Eintrag im Salzwedel Ideenpool stammt vom Oktober

Interesse am Bahnhof sinkt

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Die Zukunft des Salzwedeler Bahnhofs ist weiter unklar. Stadtverwaltung und Kommunalpolitiker wollen die Wiederbelebung, an Interesse aus dem Bereich der Wirtschaft mangelt es.

Salzwedel. Ideen sammeln und möglichst viele Interessierte mit ins Boot holen: Diese Ziele werden unter dem Motto „Neue Chance für den Bahnhof“ verfolgt. Auf der Stadtinternetseite www. salzwedel. de wird für die Zukunft des tristen Gebäudes geworben.

Stadtverwaltung und Kommunalpolitiker haben das Projekt angeschoben. Doch das Interesse in der Bevölkerung ist offenbar nicht besonders groß. Die bislang letzten Einträge stammen aus dem Oktober 2014.

Dabei sucht die Stadt auch nach Miet- oder Kaufinteressenten. Die Kommune selber will das Objekt, das einer Londoner Kapitalgesellschaft gehört, nicht kaufen. Offen bleibt, ob es trotzdem gelingt, wieder mehr Leben in das Gebäude zu bekommen. Dafür bröckelt derzeit die Mauer an der Zugangstreppe. Eine Machbarkeitsstudie, die 20 000 Euro kostet, ist in Arbeit. Sie soll während einer der nächsten Sitzungen des Marketingausschusses vorgestellt werden.

Außerdem gab es von Stadtrvertretern eine Rundreise in Städte, die mit ihren einst tristen Bahnhöfen schon weiter sind. Dort sind nun kleine Geschäfte, Info-Punkte und zum Teil auch Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen worden. Im Salzwedeler Ideenpool wurde bisher unter anderem eine Radstation vermerkt. Ein Teil der angrenzenden Bahnflächen, die nicht mehr alle genutzt werden könnten als Domizil für Trendsportarten dienen. Kernproblem ist aber die Finanzierung. Investoren sind bislang nicht in Sicht. In anderen Städten wurde zum Teil in die kommunale Kasse gegriffen. Doch die Erfahrung ähnlicher Projekte zeigt, dass auch nach einer Sanierung Zuschüsse für die laufenden Kosten nötig werden könnten.

Das Bahnhofsgebäude wurde 1870 im Zuge des Baus der Bahnstrecke Stendal–Uelzen errichtet. Das Objekt entstand ursprünglich als ziegelsichtiges, symmetrisch angelegtes Gebäude. Der Zugang zur Gleisseite erfolgte einst zentral durch die Eingangshalle.

Von Christian Ziems

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