Sommerfest im Mehrgenerationenhaus bietet Gelegenheit, um ins Gespräch zu kommen

„Integration wird angenommen“

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Ehrenamtliche des Salzwedeler Skateboardvereins zeigten den Kindern und Jugendlichen einige Tricks. Sie nahmen ihnen damit auch die Scheu.

Salzwedel. „Ich sehe heute einige Menschen, die zum ersten mal bei uns sind. Sie kommen vielleicht auch wieder“, freute sich Elke Bukowski vom Mehrgenerationenhaus, das von der Arbeiterwohlfahrt betrieben wird.

„Die Insel ist mir besonders gut gelungen“, freute sich Ulrike (Mitte) über den Schminkerfolg bei Natia (l.). Auch Karina war zufrieden.

Tatsächlich nahmen mehrere Generationen das Sommerfest am Sonnabend als Anlass, um ins Gespräch zu kommen. Darunter Interessierte, die die Einrichtung an der Sonnenstraße noch nicht kannten.

Neue Besucher heißen Leiter Sebastian Dobras und sein Team immer wieder willkommen. Denn das Haus ist auch für Flüchtlinge offen. „Wir hatten nie Probleme. Es ist vom Vorteil, dass auch der Jugendmigrationsdienst mit im Haus ist. Zudem funktioniert das Netzwerk in der Altmark gut. Wenn etwas benötigt wird, gibt es Hilfe“, spricht Sebastian Dobras aus Erfahrung und ergänzt: „Integration wird angenommen.“ Insbesondere Deutsch spielt dabei die Hauptrolle. Die angebotenen Kurse sind immer voll. Asylbewerber nutzen zudem die anderen Angebote. Dort können sie ihr Sprachwissen in der Praxis ausbauen. Flüchtlinge helfen dem Team inzwischen auch.

Egon Holz (l.) und Helmut Markewitz sorgten mit Soljanka sowie Leckereien vom Grill dafür, dass niemand hungern musste.

Das Ehrenamt ist ein Pfeiler im Gesamtkonzept. „Ohne die Helfer hätten wir zum Beispiel dieses Sommerfest so nicht organisieren können. Es ist schön, dass sich unter anderem die Skateboarder und Kickerfreunde mit einbringen“, unterstrich Sebastian Dobras.

Ein langersehnter Wunsch ist weiter offen: Eine Lösung für das in die Jahre gekommene Gebäude. Im Stadtrat wurde immer wieder über den Themen sanieren oder Neubauen diskutiert. „Der Stadt fehlt das Geld“, weiß der Leiter, dass es wohl keine schnelle Entscheidung geben kann. Er zeigte sich im AZ-Gespräch froh darüber, dass die Kommune bei der Instandsetzung immer wieder zur Stelle ist. „Wir rufen an und bekommen dann Hilfe vom Bauhof“, erklärte Sebastian Dobras. Am Sonnabend ging es vor allem darum, Spaß zu haben und gemeinsam den Sommertag zu genießen.

Von Christian Ziems

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