Umstrittener Wassercent: Ziemendorfer sind sauer auf das Land

Idee: Kissen für die Riesenrutsche am Strand

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Die Riesenrutsche ist immer wieder in der Diskussion. Und zwar weil das Land für das Verwenden von Wasser aus dem See jährlich Geld verlangt.

Ziemendorf / Arendsee. Nach dem Bürgermeister Norman Klebe am Mittwochabend die Befragung Zukunftskompass (siehe Artikel rechts) in Ziemendorf vorgestellt hatte, wurde deutlich, was die Einwohner beim Thema kommunale Finanzen besonders beschäftigt.

Die Anwesenden machte ihren Ärger auf das Land deutlich. Denn dieses kassiert dafür Geld, dass Wasser aus dem See gepumpt wird um damit die Riesenrutsche und Spielgärten im Strandbad zu betreiben. Und das, obwohl das Wasser wieder zurück in die „blaue Perle“ fließt.

„Das kann doch nicht wahr sein“, war eine Reaktion auf diese Tatsache, gepaart mit Kopfschütteln. Bürgermeister Norman Klebe machte keine Hoffnung darauf, dass eine Klage vor Gericht etwas bringen könnte. Die Ziemendorfer ließen nicht locker und versuchten, Ideen zu entwickeln. Eine davon ist, auf Wasser zum Betrieb der Riesenrutsche zu verzichten. Statt dessen könnten Kissen eingesetzt werden. Auch davon, die Konstruktion überhaupt nicht mehr zu nutzen, war die Rede.

Die Wasserentnahme kostet der städtischen Luftkurort Arendsee GmbH pro Jahr rund 5000 Euro. Dieses Geld könnte an anderer Stelle besser verwendet werden, hieß es bei der Einwohnerversammlung. Dabei konnte der Betrag bereits reduziert werden. Ursprünglich wollte das Land rund 25 000 Euro pro Jahr. Dieses konnte die Stadt bei Verhandlungen reduzieren. Denn nicht an jedem Tag der Saison wird die Riesenrutsche in Betrieb gesetzt.

Als in der Ziemendorfer Gaststätte „Zum Vierländereck“ auch noch deutlich wurde, dass das Land zusätzlich bei Stegen und den Fischereirechten kassiert, stieg der Unmut weiter. „Was macht das Land für den See?“, wurde gefragt. „Forschungsaufträge auslösen“, antwortete Norman Klebe promt. Damit meinte er den Plan, die „blaue Perle“ zu sanieren und die Phosporbelastung zu ergründen. Im Arendseer Ortsteil wurde am Donnerstagabend zudem der Vorschlag unterbreitet, dass die Kommune den See vom Land übernimmt. Dann könnten auch die Einnahmen in die leere Stadtkasse fließen.

Von Christian Ziems

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