Beseitigung von Schmierereien: Nur 1200 Euro abgerufen

Hausbesitzer verzichten auf Hilfe

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Bushaltestellen mit Schmierereien übersäht. Während die Fördermittel für private Hausbesitzer kaum abgerufen werden, sind zur Beseitigung im öffentlichen Bereich 20 000 Euro nötig.

Salzwedel. Die Einheitsgemeinde Salzwedel bietet finanzielle Unterstützung bei der Beseitigung von Schmierereien und für das Anbringen von kunstvollen Graffiti. Im vergangenen Jahr wurden drei Fördertöpfe geschaffen. Doch die Resonanz ist gering.

Allein für die Ortsteile und die Salzwedeler Außenbereiche standen 20 000 Euro bereit – nicht ein Euro wurde abgerufen. Darüber informierte das Marketingamt auf Nachfrage der Altmark-Zeitung.

Etwas anders sieht es im Altstadtgebiet aus. Für dieses immer wieder besonders betroffene Salzwedeler Areal waren im Haushalt 5000 Euro eingeplant. In zwei Fällen wurden je 300 Euro an Privatbesitzer bezahlt, damit zwei Häuser an der Goethestraße gesäubert werden konnten. Für diese Objekte gab es nochmals insgesamt 600 Euro aus einem anderen Topf. Und zwar für die Verschönerung mit Auftragsgraffiti. Das meiste Geld wurde aber auch für die Altstadt nicht genutzt. „Es wurde in Zeitungen, in Ausschüssen und auf der Internetseite immer wieder auf die Möglichkeiten hingewiesen“, kann sich Marketingamtsleiter Olaf Meining die mangelnde Resonanz nicht erklären. Konsequenz: Im Haushalt 2015 könnten 20 000 Euro weniger eingeplant werden. Das letzte Wort hat aber der Stadtrat.

Die Kommune selbst brauchte 2014 20 000 Euro, um öffentliche Bereiche wie Bushaltestellen, Tunnel, Leichenhalle und die Stadtmauer zu säubern. In fünf Fällen wurden von Stadtbediensteten auch private Wände von Schmierereien befreit. 410 Arbeitsstunden waren nötig.

Von Christian Ziems

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