Bundesverkehrswegeplan: Referentenentwurf sieht bis 2030 kein Geld für B 190 n-Hosenträger vor

Gute Karten: Stendaler Strecke und Mahlsdorfer Ortsumgehung

Altmark. „Für die Altmark gibt es Veränderungen: Zum einen wurde die Bahnstrecke Hannover-Stendal-Berlin hochgestuft und bei der Ortsumgehung Mahlsdorf könnte die Bauplanung früher beginnen.“

SPD-Bundestagsabgeordnete Marina Kermer.

Die altmärkische SPD-Bundestagsabgeordnete Marina Kermer informierte gestern aus dem aktualisierten Referentenentwurf des Bundesverkehrswegeplanes. Dieser wird derzeit zwischen den Ressorts abgestimmt und soll Anfang August dem Kabinett zum Beschluss vorgelegt werden. Weitere Veränderungen sind noch möglich. Letztendlich soll der Bundesverkehrswegeplan noch vor dem Jahresende beschlossen werden, hofft Kermer. Als großen Gewinn für die Altmark sieht sie das Hochstufen der Bahnstrecke Hannover-Oebisfelde-Stendal-Wustermark-Berlin in den vordringlichen Bedarf. Kermer schätzt ein, dass das Baubeginn und -ende vor 2030 ermöglicht.“ Durch den Bau eines dritten Gleises würde die parallele Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin-Stendal-Hannover entlastet und der Regionalverkehr nach Brandenburg und Niedersachsen könnte schneller werden“, sagt Marina Kermer.

Zugleich bedauert die Bundestagsabgeordnete, dass der so genannte Hosenträger zwischen A 39 und noch zu bauender A 14 – die B 190 n – erneut wiederum nur in der Kategorie weiterer Bedarf gelandet ist. Marina Kermer schätzt nüchtern ein: „Damit ist es unwahrscheinlich, dass die Strecke in absehbarer Zeit gebaut wird, da vor 2030 keine Mittel bereitgestellt werden sollen.“ Nichtsdestotrotz will sich die altmärkische Abgeordnete weiterhin für den Ausbau stark machen: „Das Ziel bleibt weiterhin, die Hosenträgervariante in einem sinnvollen Zeithorizont zu vollenden. Über die Landesgruppe Ost und die Verkehrspolitiker der SPD-Bundestagsfraktion sind die Strecken in der beginnenden parlamentarischen Beratung priorisiert.“ Kermer hatte sich bereits im Vorfeld mit einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) gewandt, um die altmärkischen Strecken in den vordringlichen Bedarf zu bekommen.

Von Holger Benecke

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