Landwirte verfehlen Rekord von 2014 knapp / Winterraps enttäuscht jedoch

Gute Getreideernte

+
Die Rapserträge waren in diesem Jahr nicht gut. Nun hat das Statistische Landesamt die Zahlen für den Winterraps veröffentlicht. 39,1 Dezitonnen je Hektar sind zwar mehr als 2015, aber weniger als der Durchschnitt der vergangenen Jahre.

Altmark. Die Landwirte in Sachsen-Anhalt haben in diesem Jahr 4,14 Millionen Tonnen Getreide und 667 825 Tonnen Winterraps geerntet.

Das entspreche einer guten Ernte beim Getreide und einer leicht unterdurchschnittlichen beim Winterraps, teilt das Statistische Landesamt in Halle mit.

Zum Getreide: Die guten Erträge von durchschnittlich 77,3 Dezitonnen pro Hektar kamen trotz der Frühjahrstrockenheit auf den Feldern zustande. Insgesamt ein Plus von 9,2 Dezitonnen / Hektar im Vergleich zum Vorjahr bzw. 13,6 Prozent. Auch im langjährigen Durchschnitt (2010 bis 2015) legte die Getreideernte kräftig zu – um 11,4 Prozent. Die Rekordernte aus dem Jahr 2014 wurde damit nur knapp verfehlt. Vor allem der Hartweizen legte kräftig zu.

Zum Winterraps: Der Durchschnittsertrag von 39,1 Dezitonnen je Hektar enttäuschte die Bauern. Er stieg zwar gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Dezitonnen / Hektar, liegt aber zum langjährigen Mittel um 0,7 Dezitonnen / Hektar niedriger.

In ganz Sachsen-Anhalt wurde in diesem Jahr auf 536 000 Hektar Getreide angebaut; beim Winterraps waren es 170 668 Hektar. Die Fläche bei Getreide ging zum Vorjahr um 9374 Hektar (1,7 Prozent) zurück.

Wie sieht es bei den einzelnen Sorten aus: Brotgetreide (Weizen und Roggen) brachte 3,22 Millionen Tonnen auf 407 879 Hektar ein. Futtergetreide (Gerste, Hafer und Triticale) kam auf 0,92 Millionen Tonnen (128 121 Hektar). Hauptkultur und zugleich ertragsstärkste Getreideart bleibt der Winterweizen mit 2,79 Millionen Tonnen.

Bei den Anbauflächen haben sich meist nur minimale Änderung ergeben. Im Vergleich zum Vorjahr wurde weniger Roggen (minus 15,2 Prozent), Sommerweizen (minus 42,2 Prozent) und Sommergerste (minus 16,9 Prozent), jedoch mehr Hartweizen (plus 30,3 Prozent) angebaut.

Von Jens Heymann

Kommentare