Polizei zu Gast in der Salzwedeler Bibliothek / Wie ein Fingerabdruck sichtbar wird

Auf großer Spurensuche

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Ordnungshüter Frank Semisch zeigt, wie das Rußpulver auf einen Pinsel aufgetragen wird. Danach machte er die Fingerabdrücke der Kinder an einer Truhe sichtbar.

Salzwedel. Bei einem Verkehrsunfall oder einem Verbrechen kommt es bei jenen, die Hilfe holen, auf schnelles und richtiges Handeln an. In manchen Fällen sind es auch Kinder, die Polizei und Rettungswagen alarmieren müssen.

Für die Kinder des Sommerhortes „Jenny Marx“ ist das in Zukunft kein Problem mehr. Sie nahmen gestern in der Salzwedeler Bibliothek mit den Polizeibeamten Frank Semisch und Friedrike Quast die Arbeit der Polizei im wahrsten Sinne des Wortes unter die Lupe.

Dass man bei einem Polizeiauto mit Blaulicht im Straßenverkehr schnell Platz machen muss, wussten fast alle Hortkinder. Ebenso, welche Angaben wichtig sind, wenn sie einen Notruf absetzen oder sich jeder Polizist mit einem Ausweis oder einer Marke zu erkennen geben kann.

Doch als Polizeipressesprecher Frank Semisch vorführte, wie man einen Fingerabdruck sichtbar macht und auf ein Stück Papier überträgt, schauten alle Kinder gespannt zu. „Dafür wird Rußpulver verwendet“, erklärte Semisch, „mit Ruß aus dem Ofen funktioniert das aber nicht.“ Dann nahm Kollegin Friederike Quast von jedem Kind einen Fingerabdruck. „Das ist wie die DNA und wir können jeden einzelnen Menschen damit genau unterscheiden“, legte Frank Semisch den Kindern anschaulich dar.

Insgesamt vier Mal ist die Polizei in der Salzwedeler Bibliothek zu Gast, um insgesamt zirka 80 Hortkinder zu informieren. „Die Sommerferienprogramm steht jedes Jahr unter einem anderen Thema. Letztes Jahr war es Zirkus, in diesem Jahr dreht sich alles um die Polizei“, erklärte Auszubildender der Bibliothek, Christian Fürstenberg. Der hatte den Kindern zur Einstimmung eine Geschichte vorgelesen, in dem es natürlich um die Ordnungshüter und kleine Detektive ging.

Von Melanie Friedrichs

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