Bürgermeister Korneck rennt auf der Jagd nach dem schnellen Netz für Chüden von Ponzius zu Pilatus

Glasfaser liegt seit 23 Jahren

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Bis Klein Chüden liegt bereits seit 1993 ein Glasfaserkabel. Das hat Bürgermeister Detlef Korneck nach Recherchen herausgefunden. Er will schnelles Internet für seine Dörfer.

Ritze. Das Thema Internet erhitzt besonders im Salzwedeler Ortsteil Chüden die Gemüter. Denn während fast das gesamte Stadtgebiet ans schnelle Netz angeschlossen werden soll, müsste eine Extra-Leitung von Salzwedel in Richtung Chüden verlegt werden. Das ist der Telekom zu teuer.

Nun hat Ortsbürgermeister Detlef Korneck aber erfahren, dass bereits 1993 (!) ein Glasfaserkabel von Salzwedel bis Klein Chüden verlegt wurde.

Erstaunen am Donnerstag Abend im Ortschaftsrat. Doch die Freude über das Lichtleiterkabel währte nur kurz. Niemand weiß, wem das gehört, folglich kann es auch nicht genutzt werden, hat der Bürgermeister von einem Telekom-Mitarbeiter erfahren. Der Ortschef war in den vergangenen Wochen unterwegs, um an seine drei Dörfer Ritze, Klein und Groß Chüden doch noch schnelles Internet heranzubekommen. Um die Einwohner aus Ritze und Chüden zumindest mit einer LTE-Verbindung zu versorgen, besteht die Möglichkeit die Antennen eines Funkmastes neu auszurichten, habe ein TelekomFachmann Korneck erklärt. Doch das werde nicht gleich passieren. „Es wird kurzfristig keine Lösung geben“, machte Detlef Korneck deutlich.

Flächendeckendes Internet bleibt also weiter Thema im Ortschaftsrat. Bis zur nächsten Sitzung soll geklärt werden, welche Möglichkeit besteht, die Leitungen durch Fördermittel für weiße Flecken von Bund und Land zu finanzieren sowie die Höhe einer eventuellen Selbstbeteiligung.

Der geplante Internetausbau der Hansestadt durch die Telekom schließt Ritze, Groß und Klein Chüden, Hoyersburg und Sienau aus. Dorthin müssten neue Leitungen verlegt werden. Das ist der Telekom zu kostenintensiv.

Von Ann-Kathrin Rohmann

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