Matthias Lauterbach hat den Umbau der Intensivstation minuziös geplant

Altmark-Klinikum: Geschäftsführer wartet auf die Baugenehmigung

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Altmark-Klinikum-Geschäftsführer Matthias Lauterbach in den Räumen der ehemaligen Tagesklinik: Diese ist bereits umgezogen und die Bauvorbereitungen sind erledigt. Dort soll die neue Intensivstation entstehen. Der Baubeginn ist für September geplant.

Salzwedel. „Wir mussten uns bereits des Öfteren vom Rettungsdienst abmelden, weil alle Betten auf der Intensivstation des Salzwedeler Altmark-Klinikums belegt waren. Wir mussten etwas machen“, schildert Matthias Lauterbach die Lage.

Deshalb nimmt der Geschäftsführer jetzt richtig Geld in die Hand und lässt die Intensivstation für drei Millionen Euro umbauen. Damit wird der Bereich der Station von zehn auf 14 Betten erweitert. Denn: Das Salzwedeler Krankenhaus ist ein operativer Schwerpunkt mit Patienten aus dem Altmarkkreis und dem benachbarten Wendland.

Der Umbau und die Modernisierung des Salzwedeler Altmark-Klinikums wurde bereits vor drei Jahren begonnen. „Im ersten Abschnitt war die Pädiatrie dran“, erläutert der Geschäftsführer. Matthias Lauterbach würde gern mehr Tempo machen, aber erst einmal musste die Frage des Geldes geklärt werden. Diese, im Wesentlichen über Fremdfinanzierungen, ist nun für den Umbau der Intensivstation unter Dach und Fach. Die Verträge sind abgeschlossen, die Ausschreibungen vorbereitet – Lauterbach erwartet jeden Tag die Baugenehmigung. Im September soll es losgehen.

Das Vorhaben ist gut vorbereitet, sodass sofort mit den Arbeiten begonnen werden kann. Die Tagesklinik wurde bereits verlagert, die Räume entkernt, die Bauvorbereitungen sind gelaufen. Zudem wurden Angebotspakete für die medizinisch-technische Ausstattung verglichen und es gab bereits Stellproben für die Geräte. Auch wenn ein Teil aus dem Altbestand übernommen wird, so sind doch etliche Neuanschaffungen nötig, um die Intensivstation auf den neusten Stand der Medizin zu bringen. „Die Kosten für die technische Ausstattung machen etwa ein Drittel der geplanten Investition aus. Ein weiterer dicker Brocken sind die Forderungen des Brandschutzes umzusetzen“, umreißt der Geschäftsführer. In die Planungen wurde das Personal mit einbezogen, um beste Bedingungen zu schaffen.

Da der Umbau im laufenden Krankenhausbetrieb erfolgt, soll nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts die Intensivmedizin im April nächsten Jahres in die neuen Räume einziehen. Dann erst geht es an den Umbau der jetzigen Intensivstation, der nach den Plänen eines Leipziger Architektenbüros bis September /Oktober nächsten Jahres dauern wird.

„Einfacher wäre es auf einer grünen Wiese neu zu bauen“, brüten Geschäftsführer Matthias Lauterbach und sein technischer Leiter, Marco Staud, über den Details, um einen reibungslosen Bauablauf während des Klinik-Betriebes hinzubekommen. „Es kommen einige Belastungen und Herausforderungen auf Mitarbeiter und Patienten zu, die wir meistern müssen und werden“, macht Klinikum-Geschäftsführer Lauterbach deutlich.

Von Holger Benecke

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