Generalprobe für Langohren

Salzwedeler Kaninhopper fahren im September zu den „Deutschen“

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Nadine Köller (Heidehopper Uelzen) und ihr „Flexi-Ohr-Hase“.

Salzwedel. Aus Melle, Delmenhorst, Bremervörde, Zeulenroda, Jena oder gar aus Zimdorf in Bayern kamen die Teilnehmer der 4. Altmark-Meisterschaften im Kaninhop am Sonnabend nach Salzwedel. In Zahlen: 186 Nennungen mit 435 Starts führten zu über 900 Einzelergebnissen. Von Birte Grote

Aus Salzwedel waren acht Starter mit 28 Kaninchen dabei. Den weitesten Weg hatte die 15-jährige Lena Heindel aus Bayern, die gemeinsam mit ihrem Vater und 16 ihrer besten Kaninchen anreiste. Der Aufwand hatte sich gelohnt, mit „Casinos Captain Barbossa“ siegte sie in der Elite-Klasse.

Und hopp! Um sich den Titel des Altmark-Meisters zu sichern, mussten die Langohren einen Springparcours mit Hindernissen, bis zu 45 Zentimeter hoch und teilweise inklusive Wassergraben, möglichst schnell absolvieren.

Durchschnittlich nahmen die Teilnehmer eine Anreise von zirka 300 Kilometern auf sich, wie Rainer Brase aus Bremen vom Wettkampfbüro berichtete. Ein Stadtbummel und Baumkuchen durfte auch bei ihm nicht fehlen. „Das Turnier ist immer super organisiert. Die Salzwedeler können froh sein, dass sie so eine tolle Gruppe haben“, lobten Melanie Köller und Tochter Nadine. Ihre Anreise war nicht ganz so weit, sie kamen mit ihrem Kaninchen „Flexi-Ohr-Hase“ aus Uelzen in die Hansestadt. Nadine Köllers Sportpartner ist bereits ein alter Hase im Kaninhopgeschäft, war sogar schon einmal Altmark-Meister. „Wir sind ganz froh, dass es nicht so heiß ist“, berichtete Melanie Köller. Das sei für die Kaninchen angenehmer. Auch die Räume im Vereinsheim seien schön kühl und bestens für das Turnier geeignet.

Um sich den Titel des Altmark-Meisters zu sichern, mussten die Langohren einen Springparcours mit Hindernissen, bis zu 45 Zentimeter hoch und teilweise inklusive Wassergraben, möglichst schnell absolvieren. Für Zeitüberschreitung der vorgegebenen zwei Minuten gab es von den Kampfrichtern Strafpunkte. Zu den Kampfrichtern gehörte auch Othmar Möllmann, Leiter der Salzwedeler Kaninhop-Gruppe. Ihm kam an diesem Tag noch eine ganz besondere Ehrung zu Gute: Landesverbandsvorsitzender Mike Hennings überreichte das Ehrenband des Landesverbandes Sachsen-Anhalt für herausragende Leistungen.

Für die Kaninhopper waren die Altmark-Meisterschaften auch Formtest und Generalprobe vor den Deutschen Meisterschaften, die Anfang September im bayrischen Weißenbrunn ausgerichtet werden. Vom Salzwedeler Kaninhopverein werden dort Othmar Möllmann, Florentine Schulz (Barnebeck) und Sarina Döring (Bernburg) mit zehn Kaninchen antreten.

Unter den vierbeinigen Startern tummelten sich am Sonnabend auch einige mehrfache Europameister und Vizemeister. Aus altmärkischer Sicht waren Norine Schulze und Vanessa Möllmann – zwei junge, aber bereits erfahrene Teilnehmerinnen – besonders erfolgreich. In der leichten Klasse sicherte sich Norine Schulze mit „Wolke“ den Titel des Altmark-Meisters, Vanessa Möllmann und „Mia“ sorgten für den Salzwedeler Doppelsieg. Bei der Siegerehrung bekam jeder Teilnehmer eine Erinnerungsmedaille überreicht – und die vierbeinigen Sportpartner ganz bestimmt eine Extra-Möhre.

Von Birte Grote

Salzwedeler Kaninhopper fahren im September zu den „Deutschen“

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