Verwaltung hat mit Fingerspitzengefühl reagiert: Dadurch sind Mehrausgaben gedeckt

Es geht um 2,46 Millionen Euro

+
Der Altmarkkreis agierte bei der Flüchtlingsunterbringung zum Beispiel mit dem Bau von Leichthallen auf dem Fuchsberg äußerst geschickt und mit einem sparsamen Spürsinn.

hob Salzwedel. Der Kreis muss außerplanmäßig knapp 782 000 Euro für das Unterbringen von Asylbewerbern /Ausländern locker machen.

Hintergrund: Die Verwaltung hatte auf Grund von Prognosen im Mai vergangenen Jahres mit 500 Asylbewerbern für das restliche Jahr 2015 gerechnet und hat verschiedene Objekte und Wohnungen angemietet. Doch das reichte nicht aus, denn der Altmarkkreis hatte 2015 insgesamt 1300 Asylbewerber aufnehmen müssen. Deshalb wurden die Kollwitz-Turnhalle zur Notunterkunft umgebaut sowie weitere Aufträge ausgelöst und Mietverträge unterschrieben.

Hinzu kam, dass dem Altmarkkreis ab Anfang Oktober zu 70 Prozent alleinreisende Männer zugewiesen wurden. Diese waren auf die Schnelle weder in Wohnungen noch in Gemeinschaftsunterkünften unterzubringen. Darum ließ der Kreis neben der Unterkunft am Fuchsberg, da dort schon Personal und Wachschutz vorhanden war, drei Leichtbauhallen sowie einen Sanitär- / Küchencontainer aufstellen. Hinzu kamen die Erschließungskosten.

Die drei Hallen, für die ein Mietkauf vereinbart wurde, gehen nach drei Jahren in Kreiseigentum über. Für dieses Jahr sind rund 115 000 Euro Miete notwendig. Diese sollen beim Straßenbau Bundesfeldweg B 190-Ritze eingespart werden.

Durch die gestiegene Flüchtlingszahl werden weitere 2,46 Millionen Euro überplanmäßige Aufwendungen und Auszahlungen notwendig. Dies soll durch Einsparungen bei der Unterbringung von Asylbewerbern / Ausländern gedeckt werden.

Für die ursprünglich geplanten 500 Personen wurden dem Sozialamt vom Kreis knapp 3,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das betreute am 1. Januar dieses Jahres bereits 1131 Personen. Zum 1. Juli pendelte sich diese Anzahl auf 733 ein. Nichtsdestotrotz wurde der Regelsatz erhöht und schwerwiegend Erkrankte mit kostenintensiven Behandlung schlagen zu Buche. So waren für die Krankenhilfe 650 000 Euro geplant, zurzeit sind bereits über eine Million Euro ausgegeben.

Der Mehrbedarf von 2,46 Millionen Euro gliedert sich wie folgt: 950 000 Euro für Krankenhilfe, 820 000 Euro für laufende Leistungen, 510 000 Euro für Unterkunft und Heizung sowie 180 000 Euro für Sozialversicherung. Da die Verwaltung entsprechend gut auf Zu- wie Abnahme der Flüchtlingszahlen reagiert hat, kann durch Kündigen von Objekten und Wohnungen Deckungskapital bereitgestellt werden. Und zwar 1,5 Millionen Euro aus den Bewirtschaftungskosten und 960 000 Euro aus den Dienstleistungen.

Kommentare