Gesetze werden nicht eingehalten / Keine kurzfristige Lösung in Sicht

Gartenfeuer: Zu viel Rauch im Altmarkkreis

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Reste von Bäumen werden nicht nur im Garten verbrannt. Auch Traditionsfeuer, wie hier in Kortenbeck, sind beliebt. Für solche Brauchtumspflege gelten besondere Regeln. Die kleineren Gartenfeuer stehen hingegen in der Kritik.

Salzwedel. Von „untragbaren Zuständen“ sprach das Kreistagsmitglied Jürgen Barth mit Blick auf Gartenfeuer während des Kreis-Umweltausschusses am Montagabend. Seit dem 1. Oktober dürfen pflanzliche Abfälle verbrannt werden.

Doch einige Bewohner im Altmarkkreis übertreiben es offensichtlich. So gibt es inzwischen schon Beschwerdebriefe, weil der Qualm zum Teil überhand nimmt. Landrat Michael Ziche sprach von nassen Materialien, die ins Feuer geworfen werden und dadurch für viel Rauch sorgen. Auch er sieht die Entwicklung als „nicht hinnehmbar“. Michael Ziche schlug den Kommunalpolitikern vor, noch zu warten. Im nächsten Jahr könnte im Zusammenhang mit dem neuen Abfallkonzept auch über die Verordnung, die das Verbrennen regelt, diskutiert werden. Der Landrat schloss am Montag nicht aus, dass es sogar zu einem kompletten Verbot kommen könnte. Und zwar dann, wenn die Unvernunft einiger Altmärker weiter anhält. Eine Ausnahme wären dann nur spezielle Pflanzenkrankheiten. Um eine Ausbreitung zu vermeiden, ist einigen Fällen das Verbrennen die beste Lösung. Hintergrund für ein mögliches Verbot ist auch, dass im Rahmen der Abfallentsorgung biologische Materialien eine Rolle spielen. In den Orten gibt es dafür Annahmestellen. Dorthin können Gartenbesitzer pflanzliche Reste bringen. Von dort kommen sie auf die Deponie.

Das Problem mit den Feuern gibt es nicht nur im Altmarkkreis Salzwedel. Die Börderegion hat die täglichen Zeiten verkürzt, in denen verbrannt werden darf. Konsequenz: Die Feinstaubbelastung ist gestiegen.

Von Christian Ziems

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