Neuer Patient für Vogelretterin Christiane Peters

Freiheit zum Greifen nahe: Falke bald zurück in der Natur

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Christine Peters setzt den neuen Patienten, einen Kolkraben in seine neue Voliere.

Salzwedel. Salzwedelerin Christiane Peters päppelt hilflose Vögel auf. Falke Charly ist schon seit ein paar Wochen in Pflege und die Freiheit ist in greifbarer Nähe (wir berichteten). Aufgrund des AZ-Artikels bekam Vogelexpertin Peters Hilfe von Falkner Hans-Georg Kubelka.

Für den Falke Charly, der sich als Weibchen herausstellte, ist der Weg in die Freiheit zum Greifen nahe.

Vogel Charly stellte sich übrigens als „Charlinchen“ raus – sie ist weiblich. Falkner Kubelka brachte nicht nur Tipps und Ratschläge mit, sondern auch Futter. Der Profi in Sachen Greifvögel verriet Christiane Peters übrigens auch das Geschlecht. „Ich muss ihr das Mäusefangen lernen“, berichtet Peters, denn ein Test steht noch aus. Der Vogel muss unter Beweis stellen, eine lebendige Maus zu fangen. „Ich bin da aber guter Dinge“, sagt die Salzwedelerin stolz. Bei gutem Wetter wird die gefiederte Freundin am Wochenende in die Freiheit entlassen. Ein neuer Patient sitzt bereits im Salzwedeler Garten. Ein Kolkrabe, der rund 20 Zentimeter größer ist als ein Turmfalke, braucht Christine Peters ganz Aufmerksamkeit. In wenigen Tagen baute Frank Ulrich Kott eine neue Voliere, die ausreichend Platz bietet. Gefunden wurde der Kolkrabe in einer Gasstation. Dort fraß er lediglich Insekten, denn fliegen kann das gefiederte Kerlchen nämlich nicht mehr. Ein Kolkrabe ernährt sich normalerweise von Ass, Raten und Obst. „Wir hoffen, es ist nur eine Prellung“, sagt Christiane Peters. Der schwarze Vogel kann nämlich nur zurück in die Natur, wenn er wieder durch die Lüfte sausen und sich selbstständig Futter suchen kann.

Von Ann-Kathrin Rohmann

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