Salzwedel flächendeckend vernetzen: Ehrgeizige Pläne stagnieren

Freifunk lässt weiter auf sich warten

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Michael Benecke (v.l.), Christian Franke und Ephraim Böhlert wollen ein flächendeckendes Bürger-W-LAN mit freiem Internetzugang in der ganzen Stadt. Derzeit stagnieren ihre Pläne aber.

Salzwedel. Auf ihr kostenloses W-LAN im gesamten Innenstadtgebiet müssen die Salzwedeler wohl noch etwas warten, informierte Ephraim Böhlert von der Initiative Freifunk-Altmark.

Unter dem W-LAN-Zugang www.altmark.freifunk.net kann am Salzwedeler Bahnhof frei im Netz gesurft werden.

Neben dem freigeschalteten Bahnhofsgelände und dem Areal an der Katharinenkirche sollte eigentlich als nächstes der Rathausturmplatz mit Router und Signalverstärker ausgestattet werden, „aber aktuell konzentriere ich mich auf meine schulischen Leistungen. Da muss der Freifunk in den Hintergrund rücken“, so Böhlert. Die Stadt hatte bereits im Mai vergangenen Jahres signalisiert, dass sie als Vermittler tätig werde und die entsprechenden Gebäude zur Verfügung stellen würde. „Wir werden bei dieser Aktion keine Steine in den Weg legen“, sagte Stadtsprecher Andreas Köhler. Die Hansestadt soll nach einem Antrag der Fraktion Grüne / Bürgerbund die Initiative um Michael Benecke, Ephraim Böhlert und Christian Franke beim Bereitstellen von Hotspots unterstützen.

Die entsprechenden Geräte müssten über Privatleute, Vereine oder Gewerbetreibende angeboten werden. Juristische Konsequenzen müssten dabei nicht befürchtet werden. Durch eine offene Netztransparenz entsteht für den jeweiligen Anbieter des W-LAN keine Haftung bei einem illegalen Missbrauch durch Dritte auf seinem offenen Netzwerk.

Wehmütig zeigte sich Böhlert auf Nachfrage, dass niemand seiner Mitstreiter sich derzeit um das Voranschreiten des Freifunkes in der Hansestadt kümmere. Bisher ist freies Internet in Salzwedel eben nur am Bahnhof und an der Katharinenkirche verfügbar.

Davon könnten auch Touristen profitieren – wenn diese denn von den Hotspots wissen würden. Eine Möglichkeit wäre, über die Salzwedel-App zu informieren. Bisher ist dies nicht der Fall. Freifunk-Initiator Ephraim Böhlert würde die Hinweise über die App befürworten. Er weiß, dass in vielen Städten die Freifunk-Knotenpunkte in Karten über das Internet dargestellt werden.

Von Katja Lüdemann

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