Stärkere Einlasskontrollen: Kinder von acht bis 13 Jahren müssen Nachweis bringen

Freibad Salzwedel: Rigidere Spielregeln und höhere Hürden

+
Florian, Amir, Thelma, Jannica und Lucas ließen es gestern im Freibad trotz strengerer Regeln richtig krachen.

mfr Salzwedel. So wie der Tochter von Ute Koerlin erging es an diesem Wochenende auch anderen Kindern. Sie standen vor dem Freibad – aber ohne Eltern blieb ihnen der Einlass und somit der Sprung ins kühle Nass verwehrt.

Das liegt aber nicht an einer neuen Badeordnung, wie mancher nun vermutete. Denn an dieser hat sich nichts geändert. „Es wird mehr kontrolliert, aber vom Grundsatz her waren die Regeln schon immer so“, erklärte Hauptamtsleiter der Hansestadt Matthias Holz auf Anfrage der AZ. Kinder zwischen acht und 13 Jahren, die in der Vergangenheit ohne Schwierigkeiten durch die Einlasskontrolle kamen, hatten laut des Hauptamtleiters „einfach Glück“. Denn in der Regelung steht nach wie vor geschrieben: Knirpse bis sieben Jahre dürfen das Bad nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten betreten. Wer älter als sieben ist, sich aber ohne Mama oder Papa eine Abkühlung in der kürzlich eröffneten Badeanstalt am Dämmchenweg 41 verschaffen will, muss einen Nachweis erbringen, dass er wirklich schwimmen kann.

Denn mit einem Schwimmabzeichen „sei die Sicherheit natürlich eher gegeben“, machte Matthias Holz deutlich. Bronze ist dafür jedoch nicht unbedingt erforderlich. „200 Meter sollte das Kind aber schon schwimmen können.“ Da Jugendliche ab dem Alter von 14 Jahren zumindest beschränkt geschäftsfähig sind, dürfen sie auch ohne weitere Bedenken auf das Gelände des Freibades.

Die Alterskontrollen wurden verschärft, doch die Frage, ob es dafür einen konkreten Anlass gegeben hätte, konnte Holz verneinen. Er hat für die Vorkommnisse am Wochenende eine andere Begründung: „Die Spielregeln sind rigider geworden und die Rechtssprechung hat die Hürden mittlerweile höher gelegt – deswegen sind auch wir in dieser Angelegenheit einfach sensibler geworden.“

Kommentare