Muslimische Glaubensgemeinschaft stellt Infoaktionspläne in der Altmark vor

Mit Flyern gegen Vorurteile

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Wollen Vorurteile gegenüber dem Islam abbauen (v.l.): Noman Mehmood von der Ahmadiyya-Gemeinde Lüneburg und Mohammad Ahmad Qamar Din, Mitarbeiter der Abteilung für externe Angelegenheit der Glaubensgemeinschaft.

Salzwedel. Die Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ), eine muslimische Glaubensgemeinschaft, will noch in diesem Monat mit Flyern und Infoständen im Altmarkkreis Vorurteile gegenüber dem Islam abbauen. Vertreter der AMJ informierten am Mittwoch in Salzwedel über ihr Vorhaben.

„Die Angst gegenüber dem Islam steigt. Wir verstehen uns als Stimme des Friedens und wollen helfen, die Situation zu entschärfen“, sagte Mohammad Ahmad Qamar Din, Mitarbeiter der Abteilung für externe Angelegenheiten

der Glaubensgemeinschaft. Dass die geplante Aktion mit jüngsten Äußerungen der Partei AfD zu tun haben, bestritten Mohammad Ahmad Qamar Din sowie Noman Mehmood, der von der AMJ-Gemeinde Lüneburg kommt. Die AMJ sei vielmehr wie andere muslimische Gemeinden von Kanzlerin Angela Merkel öffentlich aufgefordert worden, sich in Deutschland gegen Hass und Extremisten zu engagieren. Besonders der Osten Deutschlands steht im Zentrum der AMJ-Info-Offensive, darunter auch Salzwedel und Gardelegen. Zunächst wollen sie Flyer verteilen unter dem Leitspruch „Muslime für Frieden“. Dann soll es Infostände geben, und zwar in Salzwedel am Sonnabend, 14. und 28. Mai, sowie in Gardelegen am 21. und 28. Mai. Als dritte Maßnahme könnte sich die AMJ Vortragsabende vorstellen – Termine dafür stehen allerdings noch nicht fest.

Die Ahmadiyya Muslim Jamaat, in einigen Bundesländer als Körperschaft öffentlichen Rechts anerkannt, hat in der Altmark keine Gemeinde. Die nächstgelegenen befinden sich in Wolfsburg und Lüneburg. Im Westen, wo die meisten der 220 Gemeinden sind, fänden Dialoge jede Woche statt, informierte Mohammad Ahmad Qamar Din.

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