Steigende Einsatzzahlen in Salzwedel / Nicht nur Brände verlangen viel ab

Feuerwehrleute löschen und tragen immer mehr

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Ein Dachstuhl stand im Juli am Finkenweg in Flammen. Dieser Einsatz verlangte den Feuerwehrleuten besonders viel ab. Hinzu kommt, dass die Freiwilligen immer häufiger gerufen werden, um schwere Patienten zu tragen und Türen zu öffnen.

Salzwedel. Die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Salzwedel hatten in den vergangenen Monaten viel zu tun. Die Einsatzzahl stieg 2015 auf 192, 2016 waren es noch 164. „Ich kann keine klare Tendenz erkennen.

Es geht quer durchs Beet“, unterstrich Wehrleiter Mario Müller, dass es in allen Bereichen mehr geworden ist. „Allerdings fällt schon auf, dass wir immer häufiger beim Tragen von Patienten zur Hilfe gerufen werden“, nannte der Salzwedeler im Gespräch mit der AZ einen Punkt aus der Statistik. 17 mal hieß es „Person in Notlage“. Dazu gehört aber auch, wenn zum Beispiel eine Tür geöffnet werden muss, damit die Rettungskräfte zu den Patienten kommen.

Die 48 Aktiven leisteten 1400 Stunden, um die 192 Einsätze abzuleisten. Einen großen Part nahmen die 48 Brände ein, davon wurden drei als groß eingestuft. „Besonders der Einsatz am Salzwedeler Finkenweg hat uns viel abverlangt“, erinnerte der Ortswehrleiter. Dort brannte im Juli ein Dachstuhl, die Nachbargebäude konnten mit vereinten Kräften vor dem Feuer geschützt werden.

26 Mal heulten die Sirenen, weil Stürme wüteten. Dabei ging es unter anderem um das Sichern von Dachkonstruktionen. Zudem mussten zum Beispiel Keller ausgepumpt und Supermärkte von Wasser befreit werden. Einen ungewöhnlichen Einsatz gab es am 11. August. Die Freiwilligen befreiten eine Taube, die unter einem Stein verkeilt war.

Ruhig verlief ein anderer Part, der aber fest zur Arbeit der Mitglieder gehört. „42 Mal haben wir kulturelle Veranstaltungen unterstützt“, machte Mario Müller deutlich. Dabei handelt es sich um Brandwachen, die aus Sicherheitsgründen organisiert werden. Hinzu kamen 18 Fehlalarme. In zwölf Fällen konnten Brände bereits gelöscht werden, bevor die Salzwedeler Feuerwehr eintraf.

Von Christian Ziems

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