Gebäude und Auto stark beschädigt / Brandschutz in Schadewohl gewährleistet

Feuerwehr rast in Dährer Haus

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Dieses Feuerwehrauto der Schadewohler Löschgruppe raste über die Bordsteinkante in ein Gebäude an der Dährer Bahnhofstraße.

zu Dähre / Schadewohl. Weil der Fahrer offenbar dem Gegenverkehr ausweichen musste, raste das Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) der Schadewohler Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr in ein Gebäude in der Dährer Bahnhofstraße.

Bei dem Unfall kam zum Glück keine Person zu Schaden, die Mauer des Gebäudes ist allerdings stark beschädigt.

Das Volkswagen-LT-Fahrzeug war am vergangenen Freitag, 10. Juni, gegen 19. 30 Uhr aus der Dährer Ortsmitte vom Tanken kommend in Richtung Diesdorf unterwegs, als der Fahrer die Kontrolle über das Feuerwehrfahrzeug verlor und über die Bordsteinkante in eine Hauswand krachte.

Alkohol war bei dem Unfall nicht im Spiel. „Bei diesem Unfall greift zudem die Haftpflichtversicherung“, sagte Verbandsgemeinde-Bürgermeisterin Christiane Lüdemann auf Anfrage der AZ. Auch VG-Wehrleiter Bert Juschus nahm die Nachricht mit Gelassenheit auf: „So was kann schon mal passieren“, meinte er.

Wie die AZ weiter erfuhr, wurde die zentrale Leitstelle in Stendal informiert, dass nach dem Unfall die Löschgruppe Schadewohl vorübergehend nicht in vollem Umfang einsatzbereit sein wird. Die umliegenden Feuerwehren der Region übernehmen derzeit den Brandschutz. Die Löschgruppe Schadewohl gehört zur Freiwilligen Feuerwehr Diesdorf. Der dortige Wehrleiter Mario Meier war erleichtert, dass niemand bei dem Unfall zu Schaden gekommen ist, weder ein Passant noch die Insassen: „Das war erst mal für mich das Wichtigste überhaupt“, sagte Meier der AZ.

Das Tragkraftspritzenfahrzeug aus Schadewohl habe bei dem Unfall einen Totalschaden erlitten. „Der ganze Unterbau ist verzogen. Da ist wohl nichts mehr dran zu machen“, so der Diesdorfer Wehrchef. Doch wie geht es jetzt weiter mit dem Brandschutz in Schadewohl? Laut Mario Meier bekommt die dortige Löschgruppe erst einmal einen Tragkraftspritzen-Anhänger aus Dülseberg, der dann im Einsatzfall von einem privaten Traktor gezogen wird. „Das ist beinahe genau so, wie es früher mal war“, meinte der Wehrleiter. Doch all das ist wohl nur eine Notlösung. Langfristig kann es nur Ziel sein, die Schadewohler Löschgruppe technisch wieder richtig fit zu machen.

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