Um 5 Uhr morgens aus dem Schlag gerissen

Feuer an der Hansestraße: Polizei vermutet Brandstiftung

+
Lagebesprechung mit den Atemschutzträgern – aus dem Hintergrund dringt der Qualm aus den Kellerfenstern.

Salzwedel. Um kurz vor 5 Uhr werden die Bewohner der Hansestraße 22 am Sonntagmorgen aus dem Schlaf gerissen – Polizei und Feuerwehr durchkämmen das Gebäude, brechen Türen auf und bringen die verschreckten Anwohner aus dem verqualmten Haus.

Mit der Axt wurden die Kellerfenster aufgeschlagen.

„In einem der oberen Geschosse hat ein Rauchmelder ausgelöst. Den Brand haben die Feuerwehrleute dann aber letztendlich im Keller lokalisiert. Durch die Lüftungsanlage ist der Rauch in die oberen Stockwerke gezogen“, heißt es von Seite der Polizeibeamten. In einem der Verschläge brennen Kartons, Anziehsachen und Plastik. Der beißende Qualm zieht durch den gesamten Sechs-Geschossre. Draußen beginnen die Löscharbeiten. Die Fensterluken im Keller werden eingeschlagen, damit der Rauch besser abziehen kann. 21 Aktive sind vor Ort, der Brand ist schnell unter Kontrolle gebracht. „Jetzt müssen wir noch die gesamten Etagen entlüften“, erklärt Wehrleiter Mario Müller.

Aufgebrochene Türen, verkohlte Überreste: Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf rund 12.000 Euro.

Insgesamt zwölf Wohnungen werden kontrolliert, neun davon bewohnt. Eine Mieterin (25) muss wegen Verdacht auf Rauchvergiftung notärztlich versorgt werden. Die Befragung der verängstigten Anwohner bringt keine näheren Erkenntnisse. Bei einer ersten Begehung verhärten sich dann allerdings die Verdachtsmomente auf Brandstiftung. „Wir werden die Ermittlungen der Kriminalpolizei überlassen, die bereits angefordert ist. Zu weiteren Erkenntnissen können wir aus ermittlungstechnischen Gründen nichts sagen“, erklärt Einsatzleiter Polizeioberkommissar Mike Stickel. Der Schaden wird auf rund 12.000 Euro geschätzt.

Von Katja Lüdemann

Kommentare