Erfolgreiche Töchter

Solide gewirtschaftet: Vita und Wobau machen es Salzwedel vor

Salzwedel. Im Gegensatz zur Mutter Kommune stehen Salzwedels selbstständig wirtschaftende Töchter – Vita gGmbh und Wohnungbaugesellschaft – blendend da. So glänz die Vita mit einem Jahresüberschuss 2015 von 151 970 Euro.

Dieser, so die Beschlussempfehlung für den Stadtrat, soll aufs Vita-Konto gepackt werden. Das steigt damit auf knapp über zwei Millionen Euro. Ein solides Polster, um weiter erfolgreich wirtschaften zu können, die Einrichtungen auf ihrem hohen Niveau zu erhalten.

Auch die zweite Stadttochter kann eine handfeste Erfolgsbilanz für 2015 vorweisen. Knapp 600 000 Euro Jahresüberschuss lassen auf einen weiterhin stabilen Sanierungskurs von Altimmobilien hoffen, von der die Gesellschaft etliche Glanzstücke in der Hansestadt vorzeigen kann, hoffen.

Allerdings nur hoffen. Denn eine Beschlussvorlage empfhielt den Stadträten, vom Jahresüberschuss und dem Gewinnvortrag – zusammen fast eine Million Euro – 386 000 Euro in die Stadtkasse zu packen. DIe Mutter greift der Tochter also kräftig in die Tasche. Und lässt dieser rund 565 000 Euro um 2510 Wohnungen in Salzwedel zu veralten, zu sanieren und zu modernisieren.

Hinzu kommt der vom Stadtrat mit dem Liquiditätskonzept beschlossene Kauf des Bürgercenters. Das soll die Tochter Wobau der Mutter Stadt für 3,5 Millionen Euro abkaufen. Und dann im Laufe von 25 Jahren insgesamt 4,6 Millionen Euro zurückbekommen. In Raten. Die Stadt will jährlich 184 000 Euro als Miete abstottern. So steht es im vom Rat beschlossenen Liquiditätskonzept. Nicht nur für die Stadt ein kräftiges Minusgeschäft. Denn mit den von Mutter Stadt im Konzept willkürlich angesetzten 184 000 Euro kommt Tochter Wobau vorne und hinten nicht hin – sie braucht rund 300 000 Euro pro Jahr.

Von Holger Benecke

Rubriklistenbild: © dpa

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