Ramani Narayan zog es von Mumbai nach Haselhorst / Ausstellung beim Kreis

Entdeckte Altmarkliebe auf großen Leinwänden

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Ramani Narayan (2.v.r.) hat abstrakte Bilder von seiner neuen Heimat, der Altmark gemalt. Die Werke sind bis Ende Oktober im Foyer der Salzwedeler Kreiverwaltung zu sehen.

Salzwedel. „Hier ist es so ruhig“, beschrieb Ramani Narayan nicht nur seinen Wahlheimatort Haselhorst: „Ich liebe die Altmark.“

Bilder des Künstlers sind seit gestern in der Kreisverwaltung zu sehen und Landrat Michael Ziche belegte mit Zahlen, dass das Ruheempfinden kein Zufall ist. In Mumbai leben 21 000 Menschen auf einem Quadratkilometer. In der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf, zu der Haselhorst gehört, sind es nur 25 Kinder, Frauen und Männer.

Ramani Narayan kam nach Haselhorst, weil dort das Geburtshaus der Mutter seiner Frau steht. Seit 2014 erkundet er die neue Heimat und lässt sich spontan von der Natur inspirieren. „Ich male am liebsten auf dem Fußboden und mit Musik“, beschrieb der Künstler seine Vorliebe.

Die Ausstellung trägt den Namen „Altmark Komposition“. Einige Werke sind erst kurz vorher fertig geworden. Dazu zählen „Alte Stadt“ und „Neue Stadt“. Für beide Bilder holte sich Ramani Narayan die nötigen Anstöße in Salzwedel. Er konzentriert sich vor allem auf das Abstrakte. „Mir ist wichtig, dass sich die Betrachter selbst eine Meinung bilden können. Die Bilder sind neutral“, erklärte er bei seiner ersten Rede auf Deutsch.

Die Werke können bis Ende Oktober zu den Öffnungszeiten der Kreisverwaltung im Foyer betrachtet werden. „Es ist eine große Ehre für mich, hier ausstellen zu dürfen“, so der Haselhorster. Er pflegt auch eine enge Verbindung mit der Kreisvolkshochschule. „Ich lerne Ramani beim dem Kunstfestival Wagen und Winnen kennen. Im Herbst gibt er bei uns einen Kurs zum abstrakten Malen“, freut sich die Fachbereichsleiterin Cornelia Blödow. Auch beim diesjährigen Festival wird die Galerie von Ramanie Narayan im kleinen Haselhorst geöffnet.

Von Christian Ziems

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