Gewittersturm wütete vor allem im Raum Beetzendorf, Klötze und Diesdorf

90 Einsätze nach Unwetter

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In diesen umgestürzten Baum raste ein Auto zwischen Rohrberg und Stöckheim.

Altmarkkreis Salzwedel. Insgesamt 90 Einsätze der Freiwilligen Feuerwehren sind das Resultat des heftigen Unwetters, das im Altmarkkreis Salzwedel am vergangenen Freitagabend wütete.

Der Gewittersturm brachte vor allem im Raum Beetzendorf, Klötze und Diesdorf Verwüstungen: Spitzenreiter ist die Region um Klötze mit insgesamt 32 Einsätzen, gefolgt von Beetzendorf-Diesdorf mit 31 von der zentralen Leitstelle des Altmarkkreises und des Landkreises Stendal erfassten Einsätze (siehe Grafik rechts).

Wie Leitstellenchef Rüdiger Wührl und die Pressestelle des Altmarkkreises gestern auf Anfrage mitteilten, wurden die Regionen Gardelegen (11 Einsätze), Salzwedel (10), Kalbe (5) und Arendsee (einen Einsatz) verhältnismäßig weniger durch Schäden beeinträchtigt.

Besonders drastisch zog sich die Schneise der Verwüstung durch das Unwetter in der Zeit zwischen 18 und 20 Uhr bei Tangeln, Rohrberg und Beetzendorf.

An der Straße zwischen Rohrberg und Stöckheim entwurzelten schwere Orkanböen zwei alte Eichen auf einer Anhöhe. Ein Autofahrer raste dort hinein und musste von Aktiven der Rohrberger Feuerwehr mit der Kettensäge befreit werden. An der Bundesstraße 248 zwischen Brome und Kuhfelde knickten die schweren Sturmböen etliche Äste ab, die dann zum Teil vorübergehend die Fahrbahnen blockierten.

In Beetzendorf und Jübar fiel zeitweilig der Strom aus. Erheblichen Windbruch gab es laut Leitstelle zwischen Niephagen und Tylsen. In Cheine fiel ein Baum auf eine Garage und eine Stromleitung, in Kunrau wurde ein Strommast Opfer des Sturmes, in Beetzendorf flog ein Geräteschuppen förmlich durch die Luft und in Poppau gab es einen Einsatz nach einem Blitzeinschlag im Wald.

Von Kai Zuber

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