Privateigentümer profitieren

Eichenspinner: nach chemischer Variante wird nun abgesaugt

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Der Eichenspinner hat den Altmarkkreis weiterhin im Griff. Nicht alle Schädlinge konnten durch chemische Bekämpfung vernichtet werden. Darum wird nun besonders bei den Kreisstraßen abgesaugt.

Salzwedel. Erstmals ist das Bekämpfen des Eichenprozessionsspinners für den gesamten Kreis ausgeschrieben worden. Dadurch lassen sich bessere Preise erzielen. Deutschlandweit hatten sich 13 Firmen für die Aufträge beworben.

Um zeitgleich an mehreren Orten arbeiten zu können, erhielten vier Firmen den Zuschlag. Zwei davon kommen aus Sachsen-Anhalt (eine ist in Osterburg ansässig) und je eine aus Bayern sowie Hessen.

Diese Variante scheint sich auszuzahlen, wie aktuelle Daten zeigen. Darüber informierte der Altmarkkreis auf Nachfrage. Die Firmen bekommen die Meldungen über die betroffenen Bäume von den Kommunen. Privatbesitzer können sich mit einklinken und profitieren von den günstigeren Konditionen. So waren beispielsweise in Gardelegen zunächst nur 166 kommunalen Bäume gemeldet, tatsächlich konnten aber gemeinsam mit den privaten 1500 Bäume behandelt werden. Ähnlich ist es in Kalbe: Statt 167 rückten 650 Eichen in den Blickpunkt.

Für die chemische Variante blieb nur ein Zeitfenster von zwei bis drei Wochen.  Wenn der Schädling eine bestimmte Entwicklungsstufe erreicht hat, wirkt das Mittel nicht mehr. Unabhängig davon funktioniert die mechanische Variante. Mit Hilfe eines Saugers werden Tiere sowie Gespinste vom Baum geholt. An einigen Eichen sind beide Möglichkeiten nötig, da der Schädling über Jahre Fuß gefasst hat.

Bei der chemischen Bekämpfung gab es an einigen Orten nicht den gewünschten Erfolg. Grund war die Witterungslage, die Höhe der Gehölze sowie der Kronenwuchs. Dort muss nun gesaugt werden. Begonnen wurde an den Kreisstraßen. Noch besteht die Möglichkeit, dass sich Privateigentümer mit einklinken. Interessierte sollten sich dafür an die jeweilige Gemeindeverwaltung wenden. Bekämpft wird übrigens noch bis zum 31. August. Im September wollen sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen. Gemeinsam soll für die kommenden Jahre geplant werden.

Von Christian Ziems

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