Demografie trifft die Altmark besonders stark / Immer weniger jüngere Menschen in Lohn und Brot

Ein Drittel der Jugend ist weg

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Maurer-Gesellenprüfung in Salzwedel: Es gibt immer weniger junge Menschen, die in der Altmark eine Ausbildung absolvieren und später den Firmen als Fachkräfte zur Verfügung stehen.

Altmark. Die Zahl der jüngeren Beschäftigten ging in fünf Jahren um mehr als ein Drittel zurück. „Die Demografie trifft den altmärkischen Arbeitsmarkt besonders stark“, hat die Arbeitsagentur Stendal in einer Pressemitteilung zusammengefasst.

Im Juni 2014 waren 4844 Menschen unter 25 Jahren sozialversicherungspflichtig beschäftigt. 2009 waren es noch 7336 Frauen und Männer. Damit sank der Anteil im Vergleich zu allen Beschäftigten von 11,7 auf 7,7 Prozent. Damit gibt es in der Altmark rund 2500 junge Menschen weniger. Der Rückgang beträgt 34,1 Prozent.

Die Altmark ist für die Jugend kaum attraktiv. Der Landesdurchschnitt liegt bei 32,5 Prozent. Der massive Rückgang wirkt sich auch auf den Lehrstellenmarkt aus. 2014 waren es 2225 Azubis. Fünf Jahre zuvor waren es noch 3759 Lehrlinge. „Der demografische Wandel ist die zentrale Herausforderung für den Arbeitsmarkt. In den vergangenen fünf Jahren sank die Zahl der Azubis bundesweit um zehn Prozent, in der Altmark jedoch um fast 41 Prozent“, unterstreicht Markus Nitsch, Chef der Arbeitsagentur, das Ausmaß. Dies ist auch ein Hauptgrund dafür, dass die Arbeitslosigkeit weiter zurück geht. Bei der Jugend sind es 54 Prozent in fünf Jahren.

Von Christian Ziems

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