Ärger um Zahlen

Kur für drei Schulen: Pretzier, Henningen und Salzwedel sollen saniert werden

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Die Lessing-Grundschule in Salzwedel ist die größte Bildungsstätte des Kreises. Sie soll genauso wie die Einrichtungen in Henningen und Pretzier unter energetischen Gesichtspunkten saniert werden.

Salzwedel / Henningen / Pretzier. Um Fördermittel für die Sanierung der Grundschulen Lessing (Salzwedel), Henningen und Pretzier zu bekommen, muss die Stadt nachweisen, dass die Einrichtungen bis 2035 Bestand haben.

Grundlage sind mögliche Schülerzahlen, die mit Hilfe von einer Bevölkerungsprognose des Landes ermittelt werden. Demnach stehen Pretzier ab 2026 und Henningen ab 2030 auf der Kippe, da die vom Land geforderten Mindestzahlen nicht mehr ausreichen.

Dies haben Berechnungen der Stadtverwaltung ergeben. Hauptamtsleiter Matthias Holz gab aber beim Sozialausschuss zu bedenken, dass die Prognosen des Landes sehr negativ sind. Ein Teil der Schüler, die bis 2035 unterrichtet werden, ist noch nicht einmal geboren. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass die Schülerentwicklung positiver als gedacht verläuft. Die Kommunalpolitiker waren sich einig: Um jede Schule soll gekämpft werden. Hauptanliegen dabei ist, die Wege für die Kinder nicht zu weit werden zu lassen.

Die Stadt beantragt nun Fördermittel und will im Anschreiben zu bedenken geben, dass die negative Schülerentwicklung in der Region nicht so gesehen wird. Außerdem wies der Ausschuss darauf hin, dass immer mehr Kinder von Asylbewerbern und Flüchtlingen unterrichtet werden müssen. Sollte es für die Bildungsstätten tatsächlich eng werden, gibt es bereits erste Lösungsideen. Pretzier könnte durch ein Ändern der Schuleinzugsbereiche gestärkt werden. Konkret geht es um Stappenbeck und Mahlsdorf. „Derzeit sind aber alle Schulen sicher. Darum wird zunächst nichts geändert, dies würde nur Unruhe reinbringen“, unterstrich Matthias Holz. Schwieriger ist es in Henningen. Einige der Schüler kommen aus dem Bereich der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf. Darum will Salzwedel mit dieser Kommune weiter in Kontakt bleiben.

Von Christian Ziems

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