Ehemalige Forschungsanlage in Maxdorf wuchert zu / Erdgas wird weiterhin gefördert

CO2-Versuchsspeicher nach null Betriebsstunden plattgemacht

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Im Dezember 2015 wurden die 62 Tonnen schweren Tanks per Schwerlastkran verladen und abtransportiert.

Maxdorf. Ein fast schon friedliches Brummen der Pumpen und Ventilatoren liegt in der Luft. Die Erde ist von Reifenspuren zerfurcht, auf dem Rest der Anlage wächst das Unkraut zwischen den Steinplatten hervor.

Die Forschungsanlage in Maxdorf kostete den Energiekonzern Engie (ehemals Gaz de France Suez) mehrere Millionen Euro. Derzeit wird an der Stelle, an der die CO2-Tanks standen, neuer Rasen gesäht. Die restliche Anlage wird weiterhin benutzt, verwildert aber zusehends.

„Die Anlagen und Tanks, die noch installiert sind, sind feste Bestandteile der Feldstation in Maxdorf, die noch für die laufende Erdgasförderung benötigt werden. Vor Ort wird das Erdgas aus rund 20 umliegenden Bohrungen gesammelt, getrocknet und zur Zentralstation zur weiteren Verarbeitung und Verteilung weitergeleitet“, informierte Engie-Pressesprecherin Silke Bender auf AZ-Nachfrage. Für die Forschungsstation in Maxdorf kam im vergangenen Jahr das Aus. Die millionenschwere Stätte des Energiekonzerns war 2008 gebaut worden, ein Jahr später sollte sie in Betrieb genommen werden. Dort sollte erforscht werden, ob sich die Erdgasgewinnung unter Einpressung von CO2 erhöhen lässt.

Im Dezember 2015 wurden die 62 Tonnen schweren Tanks per Schwerlastkran verladen und abtransportiert.

Aber es kam anders. Denn die rechtlichen Genehmigungen ließen auf sich warten, und auch die Anwohner hatten einiges gegen das Objekt. Schließlich kamen im Dezember 2015 mehrere Schwerlastkräne und verfrachteten die 62 Tonnen schweren und 32 Meter langen Tanks nach Niedersachsen. Die Anlagen für die Erdgasförderung in der Umgebung werden aber weiterhin genutzt. Rund ein Dreivierteljahr später sind die Rückbauarbeiten vollendet. Aktuell wird der Untergrund mit Mutterboden aufgefüllt, Rasen ausgesät und erneuert sowie die Zaunanlage in Stand gesetzt. „Die Fläche, auf der die Rückbauarbeiten erfolgten, bleibt nach wie vor Bestandteil des Betriebsgeländes der Feldstation Maxdorf. Weitere Rückbauarbeiten sind dort nicht vorgesehen“, so Bender.

Von Katja Lüdemann

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