Neues Theaterstück: Pastor Andreas Henke in seiner größten Rolle

Burgfest in Apenburg: Eine Zeitreise in das Jahr 1365

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Die Ritter und Laiendarsteller proben schon für das diesjährige Burgfest: Jeden Donnerstag ab 19 Uhr geht es um die Darstellung der Konflikte im Jahr 1365.

Apenburg. Jetzt wird es wieder ernst: Jeden Donnerstag ab 19 Uhr probt die diesjährige Schauspielgruppe zum Burgfest-Event im alten Gemäuer. Bei Sauwetter treffen sich die Laienschauspieler in Andreas Rackwitz’ Scheune im Haus an der Purnitzbrücke.

Es gibt vor dem Hintergrund der Apenburg-Saga wieder ein neues Thema zum Burgfest vom 3. bis 4. September: Dietrich II. von der Schulenburg wird 1365 Bischof von Brandenburg.

Organisator Andreas Schwieger kündigt das Burgfest an.

Rings um dieses historische Ereignis feilte der Hobby-Historiker Günter Schröder an einem Drehbuch. Der geschichtliche Hintergrund dieses Ereignisses bietet genügend Zündstoff: Dietrich, im Jahre 1330 in Beetzendorf geboren, muss sich mit zahlreichen Mächtigen seiner Zeit herumschlagen. Unter anderem mit dem Wittelsbacher Herrscherhaus sowie Karl IV. und dessen Söhnen. Wieder ist geplant, dass Laienschauspieler aus Apenburg und Umgebung dieses historische Stück auf die Bühne bringen.

Was jetzt neu in Szene gesetzt wird, weicht nicht unerheblich ab von dem, was der alte Danneil mal aufgeschrieben hat. „Drehbuchautor Günter Schröder hat da aber einen Kompromiss errungen, um doch gesicherte Fakten in das Stück mit einzubauen. Im Vordergrund aber steht der Spaß. Viele Schauspielkandidaten haben unlängst im Publikum gesessen, um sich vom Cyrano noch eine Finte abzuschauen“, erläutert Mitinitiator Andreas Schwieger der AZ.

Erwiesen ist die Tatsache, dass der Bischof unter den Mächtigen sich sehr verselbstständigte – sprich: seine Befugnisse überschritt und so von Kaiser Karl IV. verhaftet wurde. „Er war auch sehr kriegerisch und teilte in den zahlreichen Scharmützeln selbst kräftig mit aus. Diese Tatsache zwingt uns, unser Bischofskostüm für Pastor Andreas Henke zu überdenken– etwas lockerer. Dabei hilft uns wieder die Kostümwerkstatt Tangermünde“, so Schwieger weiter. Weitere Burgfestthemen sind Ritterfest, Modenschau und Workshops für Kinder.

Ein Profi-Scherenschleifer kommt aus Thüringen und Besucher können mit ruhigem Gewissen ihre edlen Küchen-klingen mitbringen. Sogar Keramikmesser kann der Experte bearbeiten. Ferner gibt es eine Handwerkerstraße, Künstler treten auf und es ist die schwebende Jungfrau von Zauberer Ewald Grunzke zu bewundern. Erstmals gibt es laut Schwieger einen Kostümverleih vor Ort für kurzentschlossene Besucher.

Kulinarische Überraschungen sind wieder im Programm und ein Profi-Bogenschieß-Wettbewerb. „Es geht wieder um den Burgfest-Wanderpokal, den nun schon drei Sieger für fast ein Jahr mit nach Hause nehmen durften“, so der Organisator.

Von Kai Zuber

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