Straße könnte bis zum Ausbau wieder geöffnet werden / Kreis prüft Vorschlag von Frank Rossau

Bundesfeldweg als Einbahnstraße

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Die Amerikalinie kreuzt den Bundesfeldweg. Der Altmarkkreis will die Strecke verbreitern, damit Gegenverkehr ohne Probleme möglich ist. Kraftfahrer, die von der B190 zum Beispiel in Richtung Niedersachsen möchten, könnten dann den Salzwedeler Ampelverkehr umgehen.

Salzwedel. Der sogenannte Bundesfeldweg, also die Verbindung zwischen der Bundesstraße 190 und der Kreisstraße 1002 nahe Ritze, ist weiter in die Diskussion.

Kreistagsmitglied Frank Rossau (Grüne/Freie Liste) wird immer wieder auf die für einen Großteil des Verkehrs gesperrte Fahrbahn angesprochen. Denn es war einst eine beliebte Abkürzung, um zum Beispiel in das Salzwedeler Gewerbegebiet an der Schillerstraße zu kommen.

Derzeit darf dort auf grund der schmalen Fahrbahn nur ländlicher Verkehr passieren. „Warum machen wir die Straße nicht als Einbahnstraße auf. Dann wäre doch vielen Kraftfahrern geholfen, die dadurch Zeit sparen“, argumentierte Frank Rossau beim Kreisausschuss am Montagabend. Wer vom Gewerbegebiet wieder zur B190 zurück möchte, kann den Krangener Weg nutzen. Dieser verläuft ebenfalls als Einbahnstraße, aber in umkehrter Richtung als die mögliche Variante auf dem Bundesfeldweg. Landrat Michael Ziche kündigte an, dass der Kreis diese Idee prüfen wird. Er erinnerte daran, dass die Straße noch im Besitz der Einheitsgemeinde Salzwedel ist und für einen Teil des Verkehrs gesperrt wurde.

Der Kreis hat den Abschnitt übernommen und will ihn auch ausbauen, so dass Gegenverkehr kein Problem mehr ist. Die Einbahnstraße wäre also nur eine Übergangslösung. Die Verhandlungen mit den Grundstücksbesitzern verzögerten sich aber, weil einige einen Verkauf des Seitenbereichs zunächst nicht vorbehaltlos gegenüberstanden. Im nächsten Jahr könnte es los gehen. Kreis-Bauamtsleiter Andreas Freude betonte, dass auch Verhandlungen mit der Deutschen Bahn Zeit in Anspruch nehmen. Auf der Strecke kreuzt die Amerikalinie, die bekanntlich zweispurig ausgebaut wird.

Um zu ermitteln, wie hoch der Verkehr nach der Freigabe des ausgebauten Bundesfeldweges werden könnte, hat der Kreis Verkehrsströme messen lassen. Es wurde mit Kameras geprüft, wie viele Fahrzeuge auf der B190 nach Salzwedel reinfahren und wo sie wieder rauskommen. „Ist das mit dem Datenschutz vereinbar“, wollte Hans-Jürgen Ostermann (SPD) wissen. Andreas Freude betonte, dass keine Kennzeichen gespeichert werden und dies mit dem Beauftragten abgestimmt sei. Die Prognose über den möglichen Verkehrsfluss sei für den Ausbau wichtig. Klaus Führ (Die Linke) schlug am Montagabend einen anderen Weg vor: „Macht die Straße einfach für vier Wochen auf, dann wisst ihr, wie viele Kraftfahrer die Abkürzung nutzen.“

Von Christian Ziems

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