Salzwedel: Naturschützer wollen vor möglichen Verkauf Vorzüge ihres Konzepts vorstellen 

BUND lässt nicht locker: Ideen für den Stadtwald

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Eine Wanderung des BUND im Salzwedeler Bürgerholz.

cz Hoyersburg. Vor dem Hintergrund des geplanten Verkaufs des Stadtforstes Salzwedel lädt der Bund für Umwelt und Naturschutz Sachsen-Anhalt zu Spaziergängen ein. Diese beginnen am Sonnabend, 25. , und Sonntag, 26. Juni, um jeweils 15 Uhr.

Treffpunkt ist der Parkplatz am Landhaus „Bürgerholz“. Der Bund für Umwelt und Naturschutz möchte im Rahmen dieser Veranstaltungen sowohl über die besondere ökologische Bedeutung dieses Waldgebietes als auch das Erlebnispotenzial informieren.

Der Stadtforst Salzwedel zählt deutschlandweit zu einem der größten unzerschnittenen Feuchtwäldern und besitzt eine bundesweite Bedeutung als Lebensraum zahlreicher gefährdeter Arten.

Im Fokus der Wanderung stehen dabei an diesen beiden Tagen insbesondere die Tagfalter. Der Stadtforst Salzwedel beherbergt auch bei dieser Gruppe viele seltene Arten. Dazu zählen unter anderem Kleiner Eisvogel, Großer und Kleiner Schillerfalter oder Golddickkopffalter. Diese sind bundesweit gefährdet, weil Feuchtwälder trockengelegt wurden.

Die Wanderung führt auch durch das Offenland nördlich Hoyerbsurg bis zum ehemaligen Grenzturm am Grünen Band. Dort beabsichtigt der BUND im Rahmen des laufenden Projektes „Lückenschluss Grünes Band“ die großflächigen Grünlandbereiche mit schwacher Salzbeeinflussung weiter zu entwickeln, um insbesondere den daran angepassten Pflanzen, die ansonsten eher am Ostseestrand zu finden sind, optimale Bedingungen zu bieten.

Auch steht perspektivisch das Schaffen neuer Erlebnisangebote für Natur- und Geschichtsinteressierte ebenfalls im Fokus des Projektes. Gerade der Dreiklang aus Naturschutz, Grenzgeschichte und Kultur macht das Grüne Band für viele Besucher interessant. Die Veranstalter hoffen auf eine rege Beteiligung, um ein Zeichen dafür zu setzen, dass das weitere Schicksal des Bürgerholzes den Salzwedelern nicht gleichgültig ist. „Es sei noch einmal an die nationale Verantwortung aller an den Entscheidungen zum Stadtforst Salzwedel Beteiligter erinnert“, unterstreicht Dieter Leupold vom BUND.

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