Erste Kunden sollen im November online gehen

Breitband-Zweckverband will künftig schneller sein

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Technologiepartner Dns.Net und der Zweckverband Breitband Altmark bauen derzeit rund um Arneburg ein Glasfasernetz. Mitte November sollen die ersten Kunden online gehen können, hieß es während der jüngsten Verbandsversammlung.

Salzwedel. Gute Laune derzeit beim Zweckverband Breitband Altmark (ZBA): Der Ausbau des altmärkischen Glasfasernetzes ist angelaufen und viele private Haushalte mit dem Anrücken der ersten Bagger noch aufgesprungen.

Dies erläuterte Geschäftsführer Michael Ziche, gleichzeitig Landrat des Altmarkkreises Salzwedel, während der jüngsten ZBA-Versammlung.

Ziche gab Informationen zum aktuellen Baugeschehen des ZBA: Mitte Oktober sollen das Glasfaser eingeblasen und die Verteiler errichtet werden. Die Hauptleitung nach Berlin zum Technologiepartner DNS.Net steht. Läuft alles nach Plan, so Ziche, könnten die ersten Kunden Mitte November online sein. In Arneburg seien es nunmehr mindestens 328 Verträge.

In Arneburg sind einige Straßen fertig. Im Bereich Hohenberg-Krusemark haben in der vergangenen Woche die Bauarbeiten in Altenzaun begonnen. Für die Ecke Wischer / Hassel steht der Baustart Ende September an. Auch in Wulkau und Neukamern ist es losgegangen. Dort sei die Anzahl der abgeschlossenen Verträge auf über 400 gestiegen. Alle aufgelisteten Gebiete gehören zum sogenannten Cluster 1 und damit Pilotprojekt.

Der ZBA hat während seiner Versammlung in der Salzwedeler Kreisverwaltung noch weitere Dinge auf den Weg gebracht. Eines davon ist der Abschluss von Rahmenverträgen mit Baufirmen.

„Wir haben mit der Fertigstellung 2018 / 19 einen ambitionierten Zeitplan“, so Ziche. „Daher suchen wir nach Wegen, alles zu beschleunigen.“ Administrator Axel Schulz sprach von negativen Erfahrungen im Cluster 1 mit zu kleinteiligen und unflexiblen Ausschreibungen. Durch Rahmenverträge soll es künftig möglich sein, eine Baufirma schnell für ein Projekt abrufen zu können, auch wenn es so etwas teurer werden könnte.

In diese Richtung zielten auch weitere Beschlüsse der ZBA-Verbandsversammlung. Nun soll es ein neuntes Cluster geben, das sich nicht an räumlichen Grenzen orientiert (die anderen acht Cluster bestehen aus einer oder mehreren Kommunen). Damit will der Breitband-Zweckverband weiße Flecken in den Clustern schließen und Orte, die direkt an einer Datenhauptleitung liegen, kurzerhand anbinden.

Der ZBA will außerdem die Tiefbauarbeiten in der Region ausnutzen. So müssten Straßen nur einmal aufgerissen werden, und die Internetinfrastruktur könnte mit in die Erde. Derzeit sei das noch nicht ohne Weiteres möglich.

Von Jens Heymann

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