Altmarkkreis will Beseitigungskonzept fortschreiben

Blick in die Tonnen: So kommt der Müll weg in Salzwedel

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Im Landkreis Stendal wurde auf gelbe Tonnen statt Säcke umgestellt. Ob dies im Altmarkkreis auch kommt, ist noch unklar. Das gesamte Müllkonzept steht aber auf dem Prüfstand.

Salzwedel. Im Nachbarlandkreis Stendal wurden die gelben Säcke vor einigen Monaten durch Tonnen ersetzt. Veränderungen könnte es auch im Altmarkkreis Salzwedel geben. Das Beseitigungskonzept soll 2015 fortgeschrieben werden.

Dies bedeutet, dass das jetztige System der Müllentsorgung auf den Prüfstand kommt. Wohin der Weg führt, steht aber noch nicht fest.

Klar ist hingegen, was sich in den Tonnen im Kreisgebiet befindet. Dies wurde mit Probennahmen ermittelt. In den Fokus rückten repräsentative Großwohnanlagen, Stadtgebiete sowie ländliche Regionen. Auffällig ist der hohe Anteil an organischen Stoffen. Dieser macht bei den gesamten Hausmülltonnen 42 Prozent aus. Dabei handelt es sich um Küchen- und Gartenabfälle. Inwieweit sich diese in Zukunft separat erfassen und verwerten lassen, soll ermittelt werden. Metalle, Glas und Textilien wurden wenig gefunden. Dies ist ein Indiz für die korrekte Trennung.

Aus der Analyse, die der Kreis im Verwaltungsbericht veröffentlicht hat, geht zudem hervor, was im Sperrmüll landet. Wertstoffe bilden mit 57 Prozent die größte Gruppe und wurden noch einmal unterteilt. Holzprodukte machen davon die größte Gruppe aus. Es folgen Kunststoffe und Textilien. Zum übrigen Sperrmüll, der an die Straßen im Kreisgebiet gelegt wird, zählen Polstermöbel, Fußbodenbeläge und Matratzen.

Von einigen Kommunen wie Arendsee gab es immer wieder den Vorstoß, das System beim Sperrmüll grundsätzlich zu ändern. Die Bekanntgabe von festen Zeiten führt immer wieder dazu, dass einige Dinge schon etliche Tage vor dem Termin rausgestellt werden. Dies stößt einigen Arendseern insbesondere in der Urlaubersaison sauer auf. In anderen Kreisen werden Termine nach Bedarf vergeben. Jeder Einwohner produziert pro Jahr ein Hausmüll-aufkommen von rund 90 Kilogramm. Insgesamt macht dies 7,8 Tonnen aus. Beim Sperrmüll sind es 42 Kilogramm pro Bewohner.

Von Christian Ziems

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