Altmarkkreis arbeitet an Kalkulation / Jedes Entleeren soll etwa zwei Euro kosten

Bioabfall: Bis zu 52 Euro pro Jahr

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Bioabfälle aus dem Garten dürfen auf Komposthaufen entsorgt werden, Speisereste sind aber nicht geeignet.

Altmarkkreis. Die Biotonne kommt, Grundstücksbesitzer in den Einheitsgemeinden Salzwedel und Gardelegen sowie der Stadt Kalbe und dem Ortsteil Engersen wurden am vergangenen Wochenende über Details informiert. Eine Angabe, was das Angebot für die Nutzer kostet, fehlte.

Wie AZ auf Nachfrage beim Altmarkkreis erfuhr, wird an der Kostenkalkulation gearbeitet. Aktueller Stand: Pro entleerter Tonne werden etwa zwei Euro fällig. Der Tourenplan wird im zweiwöchigen Rhythmus gestaltet. Somit sind pro Haushalt 26 Entleerungen im Jahr möglich. Dies würde dann 52 Euro kosten. Die Behälter werden genauso wie die Hausmülltonnen mit einem Chip (Identsystem) versehen. Mit dieser Technik wird genau ermittelt, wie oft die Tonnen entleert wurden. Dies ist die Grundlage für korrekte Rechnungen.

Der Altmarkkreis stellte gestern zudem klar, dass das Entsorgen der Bioabfälle auf Komposthaufen als so genannter „Ausnahmetatbestand“ gelte. Da dort aber keine Speiseabfälle und Küchenreste (Gefahr von Ungeziefer) hingeworfen werden dürfen, sei es keine Alternative zur Biotonne. Im Landkreis Stendal gibt es die Behälter bereits.

Im Altmarkkreis gibt es zunächst eine Testphase in den Regionen Salzwedel, Gardelegen und Kalbe. Die dortigen Einwohner bekommen im August die Anträge per Post. Die ersten Tonnen (120 Liter Fassungsvermögen) werden am 1. Januar 2017 vor die Grundstücke gestellt.

Von Christian Ziems

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