Besonderer Abschied

Käte Kuhls verstorbener Mann lebt weiter – durch Baum

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Die Salzwedelerin Käte Kuhl weiß ihren verstorbenen Mann Roland in der Nähe. Denn dessen Asche diente einer Japanischen Blütenkirsche als Nährboden, die nun eingepflanzt wurde.

Salzwedel. Die Trauergäste haben alle etwas zu trinken in der Hand, der Bestatter sieht aus wie ein Gärtner und aus dem Radio ertönt das Puhdys-Lied „Alt wie ein Baum“ – die gestrige Bestattung von Roland Kuhl war eine ganz Ungewöhnliche.

Witwe Käte hat für ihren im September 2015 verstorbenen Mann eine besondere Form der Erinnerung gewählt. Kein kalter Stein, sondern ein lebendiger Baum, genährt aus der Asche des Verstorbenen. Dieser wächst nun auf dem Familiengrundstück (wir berichteten).

Weil Roland Kuhl, der 61 Jahre alt wurde, gerne Whisky mit Cola trank, stießen die Angehörigen zum Abschied auf ihn an. Anschließend wurde das volle Glas am Baum ausgeschüttet.

Käte Kuhl musste acht Monate auf diesen Augenblick warten. Viel Zeit für die Familie, Abschied zu nehmen, wie es hieß. Als dann zum Schluss Kätes und Rolands Lied gespielt wurde, flossen aber doch noch einige Tränen.

Von Jens Heymann

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