Männer gerieten auf Rathausturmplatz aneinander

Beschimpft und mit Messer bedroht

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bg Salzwedel. Fuchtelte der Angeklagte mit dem Messer vor den Augen der Geschädigten rum oder stach er gezielt in deren Richtung?

Um diese Frage drehte sich die Verhandlung gegen einen 29-Jährigen gestern vor dem Amtsgericht Salzwedel wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung.

Im Gericht

Der Angeklagte, gebürtig aus Mali und seit 2003 in Deutschland lebend, hatte auf dem Rathausturmplatz im April vergangenen Jahres spät abends Bier getrunken, mit seinem Radio Musik gehört und getanzt. Drei junge Erwachsene saßen in der Nähe, als der Angeklagte sein Radio gesucht und dabei die Männer angesprochen haben soll. Ein 25-jähriger Zeuge sagte vor Gericht aus, dass der Angeklagte auf sie zu kam und mit dem Messer vor ihm rumfuchtelte. Als ein Bekannter ihn wegschickte, soll der Angeklagte mehrmals mit dem Messer gezielt in dessen Richtung gestochen haben – so lautete die Aussage vor Gericht. Ein Polizist sagte gestern dagegen aus, dass ihm kurz nach der Tat davon berichtet worden sei, dass der Angeklagte mit dem Messer vor den Männern „rumgefuchtelt“ und sie unter anderem als Nazis beleidigt haben soll.

Der Angeklagte wurde nach der Tat in seiner Wohnung gestellt. Auch das Messer fanden die Beamten dort vor. Der 29-jährige Angeklagte hat bereits 13 Eintragungen im Strafregister stehen, unter anderem wegen Diebstahls, Besitz von Betäubungsmitteln, Weitergabe von Betäubungsmitteln an Minderjährige und gefährlicher Körperverletzung. Er verweigerte zunächst die Aussage, gab dann aber doch ein Geständnis ab. Diese Tat kostet den Mann nun eine Geldstrafe in Höhe von 20 Euro á 90 Tagessätzen.

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