Kreisverwaltung informiert über Regelungen während der Setz- und Brutzeit

Bello muss an die Leine

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Hundehalter müssen besonders während der Setz- und Brutzeit ihre Vierbeiner jederzeit unter Kontrolle haben, um zu verhindern, dass Wildtiere gerissen oder zu Tode gejagt werden.

Salzwedel / Altmark. Derzeit erreicht die Schonzeit für Wildtiere ihren Höhepunkt. In den kommenden Tagen erwarten die meisten frei lebenden Wildtiere Nachwuchs. Viele Vögel und Kleintiere sind bereits jetzt dabei, ihre Sprösslinge groß zu ziehen.

In diesem Zusammenhang informiert die Kreisverwaltung und die Untere Naturschutzbehörde auf Anfrage der AZ über die strengen Regelungen zum Schutz: Von Anfang März bis zum 15. Juni dauert die Setz- und Brutzeit.

In dieser Zeit stellen besonders freilaufende Hunde, aber auch Katzen eine besondere Gefährdung und Beunruhigung für die Wildtiere und deren Nachwuchs dar. Das aktuelle Feld- und Forstordnungsgesetz regelt, dass Hunde in der Schutzzeit „in Feld und Wald anzuleinen sind, nicht unbeaufsichtigt laufen gelassen werden und nicht aus- oder zurückgesetzt werden dürfen“. „Dies gilt auch für angrenzende öffentliche Straßen. Ausgenommen sind Blinden-, Hüte-, Jagd-, Polizei- oder sonstige Diensthunde während ihres bestimmungsgemäßen Einsatzes“, betont die Untere Naturschutzbehörde des Altmarkkreises. Vergehen können mit einer Geldbuße bis zu 50 000 Euro geahndet werden, heißt es weiter seitens der Landkreis-Sprecherin Gudrun Schäfer.

Vogel- und Naturschützer appellieren daher Jahr für Jahr und fordern die Hundebesitzer auf, darauf Rücksicht zu nehmen und ihre Hunde in der Wald- und Feldgemarkung an der Leine und auf den Wegen oder am direkten Wegesrand laufen zu lassen. Hundehalter müssen ihre Vierbeiner jederzeit unter Kontrolle haben, um die Sicherheit der Wildtiere zu gewährleisten. Jedes Jahr kommt es dennoch vor, dass Sprösslinge von Hunden gerissen oder zu Tode gehetzt werden.

Manchmal bekommen es die Hundehalter gar nicht mit, da ihr Hund mal eben für einige Zeit im Wald verschwindet, argumentieren zudem besorgte Förster und Jäger. Es sei besondere Rücksicht auf freilebende Rehe, Hasen und Bodenbrüter notwendig, denn durch den ständig wachsenden Siedlungsdruck und die räumliche Nähe der menschlichen Siedlungen werden die Rückzugsgebiete für freilebende Tiere immer kleiner und daher auch störanfälliger. Dies gilt vor allem, wenn sie mit der Brut oder der Aufzucht ihrer Jungen in Anspruch genommen sind, so die „grüne Fraktion“.

Von Kai Zuber

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