Minister Felgner über „Paradiesfrucht“ in Salzwedel: „So wie man es sich wünscht“

"Beispiel für eine Erfolgsgeschichte"

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Betriebsleiter des Unternehmens, Wilfried Saucke (r.), zeigte den Gästen den sogenannten Vorfroster.

mfr Salzwedel. "Auf jeden Fall müssen wir uns hier nicht mit Autobahnstaus herumärgern“, sagt Geschäftsführer Bernd Wiesner schmunzelnd, als er auf die Standortbedingungen des Unternehmens „Paradiesfrucht“ in Salzwedel zu sprechen kommt.

Zu Gast waren gestern der Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung Sachsen-Anhalts, Jörg Felgner, Landstagsabgeordneter Carsten Borchert sowie Landrat Michael Ziche. Zunächst ließen sich die Gäste von Bernd Wiesner informieren. So soll im Dezember diesen Jahres der Bau der neuen Produktionshalle abgeschlossen sein. Mit der Halle kann der Betrieb, der sich auf die Herstellung von gefriergetrockneten Frucht- und Gemüseprodukten spezialisiert hat, seine Trocknungskapazitäten um rund 50 Prozent erhöhen. Der Bau eines Rohwaren-Kühlhauses ist für 2017 geplant.

Von der „Paradiesfrucht“ zeigte sich Minister Jörg Felgner begeistert: „Das ist ein Beispiel für eine Erfolgsgeschichte, so wie man es sich wünscht.“ Doch der Geschäftsführer nutzte den Besuch des Ministers, um auf ein technisches Problem bei „Paradiesfrucht“ aufmerksam zu machen. „Der Internetanschluss ist hier schlecht bis gar nicht“, bemängelte Wiesner. So wird die Internetsuche nach neuen Maschinen beispielsweise zur Tagesaufgabe. Zudem stand ein weiteres Lebensmittelunternehmen im Vordergrund: das Fricopanwerk und seine geplante Schließung in Immekath. „Ich bin überzeugt, dass es an dem Standort weitergehen kann, nur nicht in der Größenordnung“, so der Minister. Er bat Bernd Wiesner, „ein Auge auf die Mitarbeiter des Werkes zu haben“, die sich nun bald nach einem neuen Arbeitsplatz umsehen müssen. „Es sind sicher eine Menge, die hier einen Job kriegen könnten, aber wir können dennoch nicht jeden übernehmen“, betonte Geschäftsführer Wiesner.

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