Höhere Girokontogebühren ab 2016

Die Bank passt sich an: Sparkasse schließt Kleinstfilialen

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Die Sparkasse Altmark West betreibt im Kreisgebiet 19 Standorte. Kleinstfilialen sowie Geldautomaten in einigen Dörfern sollen schrittweise ab nächstes Jahr geschlossen werden. Das Geldhaus plant dort jedoch neue Varianten der Geldauszahlung.

Salzwedel / Altmarkkreis. Die Sparkasse Altmark West strukturiert sich um. Vorstandsvorsitzender Ulrich Böther stellte gestern in der Zentrale an der Wallstraße in Salzwedel die Details vor.

Alle Girokontoinhaber müssen sich ab Neujahr 2016 auf höhere Kontoführungsgebühren einstellen. Diese steigen von derzeit drei Euro pro Monat um 95 Cent. Böther begründet dies mit deutlich höheren Kosten durch Auflagen, die die Bank erfüllen muss. Echtheitsprüfungen von Scheinen und Münzen, tägliche Geldwäschevorbeugung aller Konten, Abgaben, Prüfungen – alles in allem belaufen sich die Ausgaben dafür auf rund 800 000 Euro.

Aufgrund des demografischen Wandels und der Nachwirkungen der Finanzkrise aus dem Jahr 2007 nimmt das Geldhaus einige Anpassungen seines Filialnetzes vor. „Wir legen Kleinstgeschäftsstellen mit größeren zusammen“, erklärt Ulrich Böther.

Kunden aus Jübar und Kunrau müssen ab April 2016 nach Diesdorf, Beetzendorf oder Klötze ausweichen. Apenburger Sparkassen-Kunden können ihrer Beraterin Regina Zurleit ab Juli 2016 nach Beetzendorf folgen.

Die Fleetmarker Geschäftsstelle soll sich in eine Selbstbedienungsfiliale umwandeln, ebenfalls ab Juli nächsten Jahres. Mitarbeiterin Hilke Steffens wechselt nach Arendsee, kann nach Terminabsprache jedoch bis auf Weiteres auch in Fleetmark beraten.

Die Sparkasse Altmark West baut außerdem einige Geldautomaten ab. Nicht mehr wirtschaftlich seien nach Informationen des Vorstandsvorsitzenden die Standorte in Dähre (noch bis 31. Mai 2016), Kakerbeck (30. Juni 2016) und in Salzwedel an der Altperverstraße (30. Juni 2016). Die Filiale im Hegefeld in Klötze soll dagegen fortbestehen.

Kunden in Kakerbeck, Dähre, Kunrau, Apenburg, Brunau und eventuell auch in Jübar erhalten im Gegenzug eine neue Möglichkeit, an Bargeld zu kommen. Die Sparkasse will mit Märkten zusammenarbeiten und das Abholen von 200 Euro pro Tag an speziellen Kartenterminals einrichten.

2016 soll zudem ein telefonisches Servicecenter entstehen. Dieses kümmert sich um alle Fragen des Girokontos.

Von Jens Heymann

Auf einen Blick

Girokontogebühren

 • steigen um 95 Cent

 • Sparkasse verfügt über 66 000 Girokonten

 • Marktanteil: 60 Prozent

Kleinstfilialen schließen

 • in Jübar, Kunrau und Apenburg

 • Fleetmark wird zur Selbstbedienungsstation

Automaten verschwinden

• in Dähre, Kakerbeck und in Salzwedel (Altperverstraße); Klötze (Hegefeld) bleibt

Neue Abhebemöglichkeiten

 • künftig in Märkten in Kakerbeck, Dähre, Kunrau, Brunau und Apenburg

 • über Jübar wird noch verhandelt

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