Reisende und Pendler haben kaum noch Verständnis für die GDL

Bahnstreik trifft Altmark

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In den kommenden Tagen müssen Bahnreisende Nerven zeigen und sollten sich vorzeitig über Zugausfälle informieren.

klü Salzwedel. Die Bahn streikt und die arbeitende Bevölkerung leidet, so zumindest sieht es Diana Viehmann, die als Lehrerin an der Jeetzeschule tätig ist. Die Stendalerin pendelt täglich nach Salzwedel und ist auf die Angebote der Bahn angewiesen.

„Ich war ganze zweieinhalb Stunden vor Unterrichtsbeginn schon in der Schule und bin auf die Kulanz meiner Kollegen angewiesen, damit ich auch meinen Zug zurück nach Stendal erreiche“, ist Viehmann sauer. Sie bringt kein Verständnis mehr für die Streiks der GDL auf.

Auch für die kommenden Tage muss Viehmann genau planen, wann sie wie von Stendal nach Salzwedel und zurück kommt. „Derzeit haben wir auch noch Abiturprüfungen. Jetzt dieser zusätzliche Stress, sowohl für die Schüler, die pendeln, als auch für uns Lehrer, das ist einfach nur noch belastend“, ärgert sie sich über den Streik.

Laut der Deutschen Bahn sind die noch verkehrenden Züge im Nah- und Fernverkehr so weit pünktlich. Auch konnte ein größeres Zugangebot als geplant bereit gestellt werden, da mehr Lokführer zur Arbeit kamen. In der Altmark mussten Bahnreisende aber oft auf Schienenersatzverkehr umsteigen. Das Schienennetz zählt nicht zum Kernnetz und liegt daher in der Prioritätenliste weiter unten.

Von Katja Lüdemann

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