Berlin Syndrome vertreten Sachsen-Anhalt beim „Local Heroes“-Bandcontest

Bärtige Barden kommen nach Salzwedel

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Diese fünf Musiker lösten das musikalische Ticket nach Salzwedel: Berlin Syndrom gewannen am Sonnabend das Landesfinale von „Local Heroes“ in Magdeburg. Im November vetreten sie ganz Sachsen-Anhalt beim Bundesfinale im Kulturhaus.

Magdeburg / Salzwedel. Sie tragen die Bundeshaupstadt im Namen, sind in der Landeshauptstadt musikalisch zu Hause und vertreten im November ganz Sachsen-Anhalt in Sachen Musik beim „Local Heroes“-Bandcontest in der Hansestadt: Berlin Syndrome.

Die fünf Musiker setzten sich vergangenen Sonnabend in der Festung Mark in Magdeburg gegen fünf musikalische Nachwuchstalente aus dem eigenen Bundesland durch und lösten somit das Ticket für das Bundesfinale von „Local Heroes“ am 8. November im Salzwedeler Kulturhaus. Dort treten sie gegen 13 Konkurrenten aus insgesamt 14 Bundesländern, Thüringen und Saarland sind nicht vertreten, an und kämpfen um den Sieg.

Aus rund 100 Band-Bewerbern spielte sich Berlin Syndrome an die Spitze und überzeugte Jury und Publikum mit indiegeladener Musik. „Uns hat vor allem das Arrangement der Band gefallen. Sie nutzen in ihrer Musik viele Tiefen, sind klar und klingen damit sehr erwachsen“, waren sich die Fachjuroren einig. Ihre Songs klingen wie „von dunkler, dezenter Eleganz mit subtil kitzelnden Melodien und dem Zeug zu bedrückender Schönheit.“ So beschreibt ein Magdeburger Stadtmagazin den Stil der bärtigen Indiebarden. Obwohl sich die jungen Männer um Sänger Graeme Salt erst im Frühjahr 2014 als Band formierten, sind „Berlin Syndrome“ längst keine unbekannten Musiker mehr.

Neben „Berlin Syndrome“ sorgten die Bands In Sane (Regionalsieger Magdeburg), Dresco (Regionalsieger Stendal), Alice D (Regionalsieger Salzwedel), DarkANGELeline (Regionalsiegerin Mansfeld-Südharz) und das Rapper-Duo TAO (Regionalsieger Harz) für eine ausgelassene Feierstimmung in den Gewölben der Festung.

Dass „Berlin Syndrome“ den Titel gewinnen konnten, entschied neben dem Publikum eine Jury, bestehend aus Medienvertretern Musikern und Veranstaltern. Dabei fiel die Entscheidung in diesem Jahr mit nur vier Punkten Abstand zwischen Erst- und Zweitplatziertem sehr knapp aus.

Weitere Landesentscheide sind noch fällig. Deshalb stehen einige Konkurrenten von „Berlin Syndrome“ im November noch nicht fest. Wer beim bundesweiten Band-Battle in der Hansestadt ein Wörtchen mitreden will, hat dazu am Sonnabend, 8. November, im Salzwedeler Kulturhaus die Gelegenheit. Neben einer zusammengestellten Fachjury, zählt im Bundesfinale nämlich auch jede Publikumsstimme.

Von Eva Hahner

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