„Viele Katzen kommen trächtig zu uns“ / Hunde sind schwieriger zu vermitteln

Tierbabys in Salzwedel suchen ein Zuhause

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Spiel- und Kuschelstunde für Diego (8 Jahre alt) und Rocky (3 Jahre alt, kl. Bild) mit Nancy Schulz. „Unsere Hunde haben alle die ein oder andere Macke in ihrer Verhaltensweise. Daher sind sie auch meist schwieriger zu vermitteln“, weiß die Tierpflegerin. Helfen könnten da schon Freiwillige, die mit den Rüden einfach nur Spazieren gehen würden.

Salzwedel. „Wir versuchen immer allen Tieren einen Platz frei zuräumen, wenn sie hier abgegeben werden. Aber aktuell sind wir einfach immer noch komplett überfüllt“, schildert Nancy Schulz, Pflegerin im Salzwedeler Tierheim, die Situation.

Gerade einmal vier Wochen alt sind Nina und Löwenzahn. Die beiden Katzenbabys suchen noch ein liebevolles Zuhause. Kater Moritz (kl. Bild) hat schon einen neuen Besitzer, muss aber noch entwöhnt werden, bevor es für ihn in die große weite Welt geht.

Rund 40 Katzen und zwölf Hunde tummeln sich derzeit in den Räumen in Hoyersburg und warten auf eine liebevolle neue Familie. Schon seit Wochen herrscht Aufnahmestopp im Tierheim. „Da spielt aber nicht nur die Ferienzeit rein. Aktuell ist es einfach so, dass viele Katzen abgegeben werden, die dann auch noch trächtig sind. Und dann haben wir hier zusätzlich noch die kleinen Babys zu versorgen“, so Schulz. Und, nicht jede Katze muss immer zwingend im Tierheim abgegeben werden. „Freilebende Katzen sind keine Seltenheit. Sie sollten kastriert werden, aber können anschließend wieder in die Freiheit entlassen werden“, erklärt Schulz. Neben den normalen Vermittlungsräumen sind derzeit auch die Krankenstation, die Pensionszwinger, die Kinderstube und die Quarantänestation voll belegt.

„Wenn ein Tier bei uns abgegeben wird, kommen sie grundsätzlich in Quarantäne. Dann gibt es eine Wurm- und Flohkur. Anschließend werden die Katzen und Hunde gechipt und geimpft und die Katzen werden kastriert“, erläutert Schulz. Nach zwei Wochen können die Samtpfoten vermittelt werden.

„Bei den Katzen kommen wir gut voran. Hunde sind schwieriger zu vermitteln. Viele wollen den perfekten Vierbeiner. Aber unsere Hunde sind etwas älter und haben die ein oder andere Verhaltensweise, die einfach nicht mehr rauszubekommen ist“, erzählt die Tierpflegerin. Aber die Hoffnung geben sie nicht auf.

Helfende Hände sind auf dem Areal immer gern gesehen. Egal, ob als Gassi-Geher oder bei der Grundstückspflege. Jede Unterstützung, auch in Form von Futterspenden, hilft den Mitarbeitern bei der Versorgung der Tiere.

Von Katja Lüdemann

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