Nach einer positiven Probe im Oktober 2015: Keine weiteren Fälle aufgetaucht

Ausjeszkysche Krankheit hat sich nicht ausgebreitet

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Für Wildschweine gibt es im Kreis keine Gefahr. Bei einem Tier wurde Pseudowut festgestellt. Der Altmarkkreis ließ weitere Proben untersuchen, es blieb bei dem Einzelfall.

Salzwedel. Die erstmals im Altmarkkreis Salzwedel auftauchende Aujeszkysche Krankheit sorgte im Herbst 2015 für einen verstärkten Probenaufruf. Damit sollte geklärt werden, ob es weitere Fälle gibt.

Es blieb aber bei dem Einzelfall, wie der Altmarkkreis auf Nachfrage der Altmark-Zeitung erklärte.

Zudem ging es um Schweißproben von erlegten Wildschweinen und Füchsen, Marderhunden und Waschbären zur Tollwutuntersuchung. „Diese Aufrufe waren ein voller Erfolg, denn die Jäger und Jägerinnen brachten flächendeckend 485 Schweißproben des Schwarzwildes zur Untersuchung“, bilanzierte Amtstierärztin Elke Filter, die das Engagement der Jägerschaft lobt. Laut Landesamt für Verbraucherschutz kamen ein Viertel aller in Sachsen-Anhalt gesammelten Proben aus dem Altmarkkreis. Das Soll bei den Füchsen zur Tollwutuntersuchung konnte mit 101 Tieren zu 100 Prozent erfüllt werden.

Der Schweiß des Schwarzwildes wird auf verschiedene Tierseuchenerreger untersucht. „Eine genaue Auswertung erfolgt in Kürze und wird den Verantwortlichen der Jagd- und Hegeringe zur Verfügung gestellt“, informierte die Verwaltung. Das wichtigste Fazit der Salzwedeler Amtstierärztin: „Ich bin sehr stolz auf diese Beteiligung. Wir haben keinen Nachweis einer Infektion von klassischer und afrikanischer Schweinepest im Schwarzwildbestand. Die Aujeszkysche Krankheit ist im Altmarkkreis Salzwedel kein größeres Problem geworden.“

Aber dennoch weist die Ärztin auf die grundlegenden Dinge der Jagdhygiene hin und setzt auf eine weitere enge Zusammenarbeit. Die Gesundheit des Wildbestandes steht dabei weiterhin im Mittelpunkt. Voraussichtlich in der nächsten Woche werden Ergebnisse zusammengefasst, die dann auch auf der Internetseite des Altmarkkreises zu sehen sind.

Von Christian Ziems

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