Kreis rechnet 2016 mit insgesamt rund 400 erwerbsfähigen Flüchtlingen

Aufgabe: Asylbewerbern Arbeit vermitteln

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Flüchtlinge in der Käthe-Kollwitz-Halle. Das Jobcenter soll im nächsten Jahr verstärkt versuchen, Asylbewerber, die die Voraussetzungen erfüllen, in der Arbeitswelt zu integrieren.

Altmarkkreis. Während der Haushaltsdiskussion beim Kreistag am Montagabend sprach Landrat Michael Ziche auch über das Jobcenter, das ein Haushaltsvolumen von 56 Millionen Euro hat. Die Mitarbeiter dort stellen sich darauf ein, Asylbewerber in die Arbeitswelt zu integrieren.

Gerechnet wird 2016 mit etwa 400 erwerbsfähigen Flüchtlingen. „Außerdem schaue ich mit Sorge auf die Entwicklung bei Volkswagen“, nannte Michael Ziche einen weiteren Punkt, der das Jobcenter beschäftigen könnte. Denn auch Altmärker arbeiten bei dem in die Krise geratenen Automobilhersteller.

Allgemein schätzte der Landrat die Arbeit des Jobcenters als positiv ein. Die Arbeitslosenquote betrug für den Altmarkkreis im November 7,9 Prozent. In diesem Jahr gab es 4556 Bedarfsgemeinschaften, in denen 7815 Altmärker leben. Diese Zahl sei im Vergleich zu 2014 um fünf Prozent gesunken.

Im Jobcenter, deren Klötzer Hauptstelle 2016 umfangreich modernisiert werden soll, arbeiten 140 Angestellte. Im Haushaltsplan für 2016 sind 28,3 Millionen Euro für den Bereich Arbeitslosengeld II vorgesehen. Das sind 437 000 Euro weniger als 2015. Zudem wird es weiterhin einen speziellen Integrationscoach im Kreis geben. Dieser hat das Ziel, insbesondere altmärkische Familien zu beraten und den Eltern passende Perspektiven im Arbeitsleben aufzuzeigen. Darüber hinaus soll beim Jobcenter die digitale Akte in Betrieb genommen werden. Damit kommt die Einrichtung den Maßstäben des Bundes nach. Ziel ist es, die Arbeitsabläufe zu optimieren und Papier einzusparen. Dafür werden 230 000 Euro investiert.

Von Christian Ziems

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