Pragmatische Vorschläge verhallen ungehört

Anschluss: Pressen statt schachten

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An der Braunschweiger Straße wird nun auf ganzer Länge gearbeitet. Den Bahnübergang dürfen die Tiefbauer nicht aufreißen. Das will die DRE nicht. Nun müssen sieben Ver- und Entsorgungsleitungen in einem teuren Pressverfahren unter den Schienen hindurch.

Salzwedel. Es könnte alles so schön laufen. Die Bauleute sind an der Braunschweigerstraße voll im Plan, die meisten Anlieger zufrieden. Und: Die Tiefbauer haben Vorschläge gemacht, wie auch die Firmen noch besser mit der Baustelle klarkommen könnten.

„Wenn wir drei Büsche wegnehmen, könnten die Kunden von PuG und der Autowerkstatt über die Felixstower Straße und eine Rasenfläche separat dorthin fahren und müssten nicht durch die Baustelle“, erläutert Bauleiter Daniel Mindach. Sein pragmatischer Vorschlag wurde von der Stadtverwaltung abgelehnt. Auch die Tragschicht komplett über den gesamten Abschnitt in einem Zug einzubauen, ist nicht gewollt. „Die Verwaltung beharrt auf zwei Abschnitte. Die Anlieger können auch so lange über den Splitt fahren. Im anderen Fall bringen deren Fahrzeuge Dreck auf den Asphalt, den wir wieder reinigen müssen, bevor die Decke draufkommt“, ärgert sich der Bauleiter über den Mehraufwand.

Abgelehnt habe auch die Deutsche Regionaleisenbahn GmbH (DRE), sich an „einer besseren Lösung“ der Anbindung der Braunschweiger- an die Neutorstraße zu beteiligen, weiß Mindach. Die Tiefbauer müssen mit sieben Ver- und Entsorgungsleitungen unter dem Bahnübergang hindurch. Das geschehe mittels eines sehr teuren Pressverfahrens. Die preiswertere Lösung, laut Mindach: Den Bahnübergang aufschachten, die Leitungen offen verlegen und alles wieder herrichten. [...]

Von Holger Benecke

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