Widersprüchliche Zeugenaussagen

Schmierereien-Prozess hat begonnen: Angeklagter schweigt

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Der Angeklagte, ein 23-Jähriger aus der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf, schwieg gestern vor Gericht. Er muss sich wegen der Verbreitung verfassungswidriger Symbolik sowie Sachbeschädigung verantworten.

Salzwedel. Vor dem Salzwedeler Amtsgericht hat der erste Prozesstag im Fall der rechten Schmierereien in der Innenstadt vom Oktober 2013 stattgefunden.

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Der 23-jährige Angeklagte aus der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf wollte sich zumindest gestern noch nicht zur Anklage äußern, wie sein Verteidiger Reiner Wilkens dem Schöffengericht um Richter Dr. Klaus Hüttermann zu Verhandlungsbeginn mitteilte. Die Staatsanwältin las minutenlang vor, was dem Angeklagten zur Last gelegt wird. So soll er – zusammen mit drei anderen – dutzende verfassungswidrige Symbole, Abkürzungen und Sätze in der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober 2013 an Häuser gesprüht haben. Tatorte waren unter anderem die Große Sankt-Ilsenstraße, Lohteich, Burgstraße, Breite Straße und einige mehr. Die dabei entstandene Sachbeschädigung bildet den zweiten Anklagepunkt. Die drei anderen Verdächtigen werden aus Mangel an Beweisen mittlerweile nicht mehr belangt.

Das Amtsgericht hatte gestern sechs Zeugen vorgeladen, von denen nur fünf erschienen. Die erste Zeugin beschrieb, wie sich die vier Männer offensichtlich auf ihre Schmieraktion vorbereiteten. Die anderen Zeugen gaben teils widersprüchliche Aussagen zum möglichen Auslöser.

Der Prozess wird am Dienstag, 29. September, fortgesetzt. Und zwar um 13.30 Uhr. Dann soll es um die Polizeiermittlungen gehen.

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