"Wir wollen den Impfgrad möglichst hoch halten"

Altmarkkreis: Bislang keine schwerwiegenden Krankheiten bei Asylbewerbern

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Das Gesundheitsamt wirbt bei Flüchtlingen für das Impfen. Denn Krankheiten, die bereits überwunden wurden, sollen im Altmarkkreis nicht wieder Fuß fassen.

Altmarkkreis. Ende des Jahres werden mindestens 1300 Flüchtlinge im Altmarkkreis wohnen. Zu den vielfältigen Aufgaben gehört die gesundheitliche Versorgung. So haben die Asylbewerber genauso wie Einheimische das Recht auf Behandlung.

Das Gesundheitsamt überwacht die Situation. Amtsleiterin Dr. Cornelia Schmidt erklärte im Sozialausschuss, dass es bislang keine Probleme mit schwerwiegenden Krankheiten gegeben habe. Wenn diese auftreten sollten, erfolge eine stationäre Aufnahme in einem Krankenhaus.

Ein Hauptaugenmerk liegt bei der Prävention. „Wir wollen den Impfgrad möglichst hoch halten“, unterstrich Dr. Cornelia Schmidt. Denn es soll vermieden werden, dass eigentlich nicht mehr vorhandene Krankheiten in der Region Fuß fassen. Allerdings gilt beim Impfen von Ayslbewerbern die gleiche Prämisse wie bei Deutschen: Eine Pflicht gibt es nicht.

Zudem ist das Gesundheitsamt gefragt, wenn es um die Reisefähigkeit geht. Erst nach dem Okay erfolgt die Abschiebung.

Medizinische Unterstützung, zum Beispiel in Form von Impfen, bekommen auch die Helfer, die mit Flüchtligen zu tun haben. Eine Kinderärztin kümmert sich um den Nachwuchs. Denn bevor die Kinder in die Kita oder Schule dürfen, müssen sie genau untersucht werden. Dies gilt auch für die Zähne. Der Ausschussvorsitzende Dr. Hans-Joachim Becker wollte wissen, wie es mit tropischen Krankheiten aussehe. Diese sind bei Asylbewerbern im Kreis noch nicht aufgetreten. Dies hängt auch damit zusammen, dass Flüchtlinge bei der Ankunft in den zentralen Aufnahmestellen bereits untersucht werden. Dabei liegt das Augenmerk auch auf Tuberkulose. Die genauen Ergebnisse bekommt dann der Kreis, wenn die Hilfesuchenden dort ankommen. Bei der medizinischen Betreuung unterstützen Dolmetscher.

Von Christian Ziems

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