Der Kreis hält Anteile an zwei Eigenbetrieben und sechs Unternehmen

Das Altmarkklinikum ist am wertvollsten

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Das Salzwedeler Krankenhaus gehört zum Altmarkklinikum. Das umsatzstärkste Kreisunternehmen wird für die Zukunft gerüstet. So soll in den nächsten Jahren eine neue Intensivstation entstehen.

Altmarkkreis. Mit einer Bilanzsumme von rund 63 Millionen Euro ist das Altmarkklinikum das mit Abstand umsatzstärkste Kreisunternehmen. Allerdings wurde in dem Betrieb 2015 auch ein Minus von zwei Millionen Euro gemacht.

100 Prozent des Unternehmens sind im Besitz der öffentlichen Hand. Allein das Anlagevermögen, wie zum Beispiel Gebäude, lag im vergangenen Jahr bei 44 Millionen Euro. Hinzu kommen knapp 23 Millionen an Eigenkapital. In den Krankenhäusern Gardelegen und Salzwedel gibt es 430 Betten. Es handelt es um Akutkliniken der Basisversorgung. Dies geht aus dem aktuellen Kreis-Verwaltungsbericht hervor.

Landrat Michael Ziche hatte bereits im August 2015 darauf hingewiesen, dass es im Altmarkklinikum auf den negativen Jahresabschluss hinausläuft (AZ berichtete). Als Gründe nannte er allgemeine Probleme mit der Krankenhausfinanzierung. Hinzu kommen immer weniger Landeszuschüsse für Investitionen. Um Gegenzusteuern, gilt es Arbeitsabläufe zu optimieren. Außerdem soll sich das Unternehmen, das von der Paul Gerhardt Diakonie gemanagt wird, noch mehr auf Bereiche wie Geriatrie sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen konzentrieren. Dort wird ein Zuwachs erwartet.

Beteiligt ist der Kreis zudem am Fachärztlichen Zentrum, dass 2015 mit einem Minus von 178 000 Euro abschloss. Bei den anderen Unternehmen schlägt ein Plus zu Buche. An der Spitze steht die Personenverkehrsgesellschaft. Dort konnte ein Überschuss von knapp 500 000 Euro erwirtschaftet werden. Ein Grund für den Erfolg des Unternehmens ist das Rufbussystem, das inzwischen auch in anderen Regionen Deutschlands übernommen wird.

Im Innovations- und Gründerzentrum wurde 2015 mit 51 000 Euro ebenfalls positiv abgeschlossen. In dem Eigenbetrieb erhalten unter anderem Existenzgründer Hilfe. Ebenfalls zu 100 Prozent im Kreisbesitz sind der Eigenbetrieb Jobcenter (ein Plus von knapp 13 000 Euro) sowie das Unternehmen Deponie GmbH Gardelegen (ein Plus von rund 4 300 Euro). An der ABS Drömling werden 50 Prozent gehalten. Dort gab es ein Jahresüberschuss von 409 Euro. Ebenfalls zum Teil beteiligt, ist der Kreis an den Klinikdiensten. Dieses Unternehmen schloss 2015 mit knapp 10 000 positiv ab.

Von Christian Ziems

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